Hafenverein ließ für Stadtjubiläum angefertigtes Floß zu Wasser

Gesellschaft für Wisera

Wacklige Angelegenheit: Trotz eines schaukeligen Bootes und eines unbefestigten, steilen Ufers ging in Wanfried schließlich nur das Floß baden. Foto: W. Skupio

Wanfried. Nach etwa zwei Stunden war es am Samstagmorgen geschafft und das neue Floß des Wanfrieder Hafenvereins schwamm gut vertäut in der Werra.

Zunächst aber waren zahlreiche Vorarbeiten nötig. Weil das Ufer an der Werra zu steil, und das Floß schwer und sperrig war, bauten die Männer um Hafenvereinsvorsitzenden Ernst-Wilhelm Kalden zunächst mit zwei langen Holzbohlen eine Rutsche, auf der die neue Attraktion des Wanfrieder Hafens ins Wasser rutschen sollte.

Ein Stahlseil, welches die Männer von der gegenüberliegenden Werrainsel per Boot ans Ufer gespannt hatten, wurde am Floß befestigt um ein Abtreiben des Floßes zu verhindern.

Ein Radlader hob das Wassergefährt schließlich auf die Rutsche. Die Befürchtung, es würde von dort ungebremst ins Wasser rauschen, bewahrheitete sich jedoch nicht, stattdessen mussten die Männer nachhelfen. „Wir wollen beim Stadtfest zur 1200-Jahr-Feier erstmals das Wasser miteinbeziehen“, erklärt Kalden.

Wenn Flöße an Wanfried vorbeigefahren seien, habe es oft Streit mit den Werraschiffern gegeben. Denn die über 150 Meter langen Flöße waren schwer zu steuern und stießen nicht selten mit den am Hafen vertäuten Schiffen zusammen. „Diese Situation werden wir nachspielen, das Floß wird dazu an einer Seilwinde den Fluss entlang gezogen“, verrät Kalden.

Von Wolfram Skupio

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