Gleich zwei Durchstarter

Frank und Lisa Susebach sind nach ihrer Wahl politisch aufgestiegen

Das Parteibuch immer griffbereit: Frank und Lisa Susebach sind leidenschaftliche Sozialdemokraten. Er seit 1982, seine Tochter seit 2006. Foto: Stück

Wanfried. Sie kennen sich von zu Hause und machen in der Freizeit gemeinsam Politik. Mehrere Familienmitglieder, die sich politisch engagieren, gibt es in fast jedem Parlament. Meistens gehören sie der gleichen Partei an, manchmal haben sie unterschiedliche Funktionen.

Sie sind beide Senkrechtstarter in der Wanfrieder Sozialdemokratie. Frank Susebach wurde direkt nachdem er zum ersten Mal in die Stadtverordnetenversammlung gewählt wurde Vorsteher des Parlaments. Seine Tochter Lisa Susebach wurde jetzt nach nur einer Legislaturperiode im Parlament zur Spitzenkandidatin ihrer Partei in Wanfried gewählt. Das Interesse für Politik hat Frank Susebach an seine Tochter weitergegeben.

FRANK SUSEBACH

Frank Susebach ist 1982 in die Partei eingetreten. „Ich stamme aus einem sozialdemokratischen Haushalt, mein Vater war in Ziegenhagen im Ortsbeirat“, erzählt der 56-Jährige. Frank Susebachs politisches Engagement begann aber erst spät. Er war bei der Bundeswehr beschäftigt und wechselte deshalb häufig den Standort. Erst als er in Mühlhausen stationiert war, kehrte Beständigkeit ein. Der ehemalige Stadtverordnetenvorsteher Günter Winnige motivierte ihn zur politischen Mitarbeit. 2005 wurde er Stadtverbandsvorsitzender, 2006 Parlamentsvorsteher, 2011 wechselte er nach der Kommunalwahl in den Magistrat.

LISA SUSEBACH

Lisa Susebach begann mit 14, sich bei den Jusos zu engagieren. „Das war die Zeit, als auch mein Vater politisch aktiv wurde“, erinnert sie sich. Mit 18 ließ sie sich für die Kommunalwahl aufstellen und rutschte auf Listenplatz zehn direkt ins Parlament. Vor ihrer ersten Rede im Parlament war Lisa Susebach aufgeregt – und dass, „obwohl ich gut vorbereitet war.“ Am Anfang sei es nicht einfach gewesen, sich in die komplexen Themen hineinzufinden. Gerade der Haushalt sei schwierig gewesen.

„Seitdem ich Mitglied im Ausschuss bin, ist alles leichter“, sagt Lisa Susebach. Zu Hause gehen die Diskussionen dann weiter. „Richtig abschalten kann man dann nicht“, sagt die 23-Jährige. Mutter Marion und Schwester Nadine beteiligen sich mal mehr, mal weniger an den Diskussionen der beiden „Familienpolitiker“. „Es ist schön sich austauschen, aber auch mal aneinander reiben zu können“, sagt Frank Susebach.

GEMEINSAME ZUKUNFT

Für die Kommunalwahl 2016 kandidieren beide wieder. Sowohl für die Wanfrieder Stadtverordnetenversammlung als auch – in diesem Jahr neu – für den Kreistag. Vielleicht ist das wieder ein neues politisches Feld, wo Vater und Tochter Susebach jetzt gemeinsam durchstarten können.

Von Tobias Stück

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare