Grundschullehrer im Kreis weisen auf ungleiche Bezahlung hin 

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Aktionen gegen schlechte Bezahlung: In Wanfried protestierten Kollegium und Schulleitung der Grundschule. 

Werra-Meißner. Aus Anlass des von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) ausgerufenen „Tags der unbezahlten Arbeit von Grundschullehrkräften“ am Montag fanden an vielen Grundschulen im Kreis Protestaktionen statt.

Der 13. November ist laut GEW der Tag, an dem die Bezahlung von Grundschullehrkräften für den Rest des Jahres endet, wenn man sie an der Bezahlung anderer Lehrämter misst.

Obwohl Studium und Referendariat die gleiche Dauer wie etwa bei den Lehrern mit Lehramt an Haupt- und Realschulen in Hessen umfassten und Grundschullehrer die höchste Pflichtstundenzahl unterrichten müssen, würden sie als einzige Lehrergruppe nach A12 bezahlt. Die GEW fordert deshalb die Gleichbehandlung sowohl bei der Pflichtstundenzahl als auch bei der Vergütung nach A13.

Der Schritt sei überfällig, weil die Arbeitsbelastung an Grundschulen zwar anders geartet, aber mit anderen Schulformen vergleichbar sei. Auch ließen sich bei den Anforderungen und Aufgaben keine Unterschiede zu anderen Schularten feststellen.

„Grundschullehrkräfte wollen sich nicht länger deswegen schlechter stellen lassen, weil ihre Aufgabe die Unterrichtung von kleineren Kindern ist“, sagt GEW-Sprecher Johannes Batton. Hessens Grundschulen befänden sich mitten in einer tiefen Krise. Schon heute müsse in Hessen jede siebte Unterrichtsstunde von einer Lehrkraft ohne entsprechende Ausbildung erteilt werden. Besonders freut sich Batton darüber, dass sich auch die Kollegen der Pestalozzischule in Eschwege – Förderschullehrkräfte, die nach A13 bezahlt werden – mit ihren Grundschulkolleginnen solidarisch erklärten. (fst)

• Weitere Informationen gibt es auch im Internet unter der Adresse
www.gew-hrwm.de

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