Zeichen der Solidarität

Hilfe für Wanfrieder Brandopfer: Mehr als 100 Mitbürger spenden Kleidung

Spendenaktion nach Großbrand: Maren Hoffmann (Mitglied DRK-Ortsverein Wanfried, links) nimmt dankend die Kleidungsspenden von Peter Ebel und Sabine Eberlein an.
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Spendenaktion nach Großbrand: Maren Hoffmann (Mitglied DRK-Ortsverein Wanfried, links) nimmt dankend die Kleidungsspenden von Peter Ebel und Sabine Eberlein an.

Über 600 Mal wurde der spontane Spendenaufruf für die Wanfrieder Brandopfer auf Facebook geteilt. Mit Erfolg: 100 Bürger haben unter anderem Kleidung zum DRK gebracht.

Wanfried – In Wanfried wird Solidarität großgeschrieben: Nach dem Wohnhausbrand in der Nacht zum Freitag in Wanfried (wir berichteten) wurde in Windeseile eine Hilfsaktion für die betroffene Familie ins Leben gerufen.

„Jetzt kommt es auf uns alle an“, appellierte Bürgermeister Wilhelm Gebhard am Freitagmorgen um 7:37 Uhr auf seiner Facebook-Seite. In der Folge flatterten in der Stadtverwaltung etliche Angebote für Wohnungen ein, sodass die 78-jährige Mutter und ihre 54-jährige Tochter noch am gleichen Tag eine Bleibe beziehen konnten.

„Es ersetzt nicht das Zuhause, aber es ist eine sehr ansprechende Unterkunft in einer möblierten Ferienwohnung, wo die Familie jetzt erst einmal zur Ruhe kommen kann. In drei Wochen wird die Familie in eine barrierefreie Wohnung ziehen. Das ist ein Glücksgriff, der Vermieter hat sofort alle weiteren Besichtigungstermine abgesagt, als er von dem Schicksal der Familie hörte“, gab Bürgermeister Wilhelm Gebhard bekannt, der sich in diesem Zuge bei Feuerwehrkräften und hilfsbereiten Bürgern für den „unglaublich selbstlosen Einsatz“ bedankte.

Im Zusammenspiel mit dem Deutschen Roten Kreuz, Ortsverein Wanfried, begab sich der Verwaltungschef zudem auf die Suche nach Kleidung für die Brandopfer. Noch am Freitagmorgen telefonierten die Verantwortlichen um Maren Hoffmann (DRK-Vereinsmitglied sowie Praktikantin in der DRK-Bereitschaftsabteilung) mit der Tochter, um über die sozialen Medien einen Aufruf nach Kleidungsstücken in den entsprechenden Größen zu starten. Ebenfalls benötigt wurden Handtücher, Waschlappen und Bettwäsche. Binnen Minuten ging der Aufruf von Maren Hoffmann viral und wurde bis Sonntagnachmittag von mehr als 600 Menschen geteilt. Die Folge: Über 100 Bürger aus Wanfried und Umgebung machten sich am Sonntag auf den Weg zur Rettungswache, um Kleidungsstücke für die Brandopfer an das DRK zu übergeben.

Die überschüssigen Kleidungsstücke sollen weder verschenkt noch verkauft werden. Im Gegenteil. „Die Kleidung werden wir an die DRK-Kleiderstube und an ‚Eschwege hilft’ übergeben“, betonte Hoffmann sehr deutlich. Eine Geldspendenaktion ist trotz Bereitschaft vieler Bürger nicht angedacht, weil der Schaden vorerst über die Versicherung abgewickelt werden soll. (Von Marvin Heinz)

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