In diesem Jahr findet keine Kirmes in Völkershausen statt

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68 Jahre lang jedes Jahr eine Kirmes: Der kleinste Wanfrieder Stadtteil hat bislang immer mit Umzug, Festzelt und kleinem Rummel gefeiert. Jetzt wird der Rhythmus geändert.

Völkershausen. In diesem Jahr wird es in dem kleinsten Wanfrieder Stadtteil Völkershausen zum ersten Mal seit 68 Jahren keine Kirmes geben.

Darauf hat sich die Kirmesgesellschaft während der Jahreshauptversammlung mehrheitlich verständigt. Stattdessen plädierten die Mitglieder dafür, die Kirmes ab sofort im Zwei-Jahres-Rhythmus auszutragen.

Der stellvertretende Vorsitzende der Kirmesgesellschaft, Tobias Krüger, erläutert die Gründe für die Entscheidung: Seit 2016 seien die Besucherzahlen und die Umsätze während des viertägigen Festes zurückgegangen. Für die Organisatoren wachse der Zeitanspruch und Druck, die Veranstaltung Jahr für Jahr auf die Beine zu stellen. Die Zahl der freiwilligen Helfer und insbesondere der Jugendlichen, die sich für eine Kirmes interessieren, fehlten mehr und mehr.

Für die Lücke, die die Kirmes im Veranstaltungskalender des Dorfes reißt, hat die Kirmesgesellschaft schon eine Idee. „In den Jahren, in denen die Kirmes pausiert, werden wir kleine Dorffeste, wie Straßen- oder Backhausfest, organisieren“, erklärt Krüger gegenüber unserer Zeitung. Informationen dazu folgen.

Mit den Zwischenveranstaltungen wolle man versuchen, das Budget aufzustocken, um die Kirmes in Völkershausen durch bekannte Bands und andere Ideen für die Dorfbewohner und Besucher attraktiver zu gestalten. Auch die Eintrittspreise an der Abendkasse sollen durch besondere Aktionen ermäßigt werden.

Die große Hoffnung der Kirmesgesellschaft: Durch die Veränderungen sollen die Besucherzahlen innerhalb des Dorfes und aus der Umgebung wieder steigen. „In einem vollen Zelt feiert es sich doch viel schöner“, sagt Krüger.

Die nächste Lummerländer Zeltkirmes wird dann vom 30. August bis zum 2. September 2019 in Völkershausen gefeiert. (ts)

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