Strohbärchen wachsen weiter

In der evangelischen Kita in Heldra hat eine neue Krippengruppe eröffnet

Im Wachstum: Nicht nur die Kinder des evangelischen Kindergartens „Strohbärchen“ in Heldra werden größer, auch die Einrichtung selbst. Dort wurde jetzt eine neue Krippengruppe eröffnet. Ar chivFoto: kindergarten strohbärchen

Die Heldraer Kindertagesstätte „Strohbärchen“ wächst in das neue Jahrzehnt. Am Montag eröffnete die neue Krippengruppe und ging gleich mit sieben Kindern an den Start.

Sechs davon sind neu und müssen eingewöhnt werden. „Wir arbeiten in Schichten“, sagt die Leiterin der Einrichtung, Birgit Rathgeber.

Bereits in wenigen Wochen, im März, wird die neue Gruppe voll sein. „Dann haben wir elf Krippenkinder hier“, sagt die Leiterin. „Damit hatten wir so schnell nicht gerechnet.“ Heldra habe nicht die idealste Lage wenn Eltern aus Wanfried kommen und beispielsweise Richtung Eschwege arbeiten.

Die rapide wachsende Nachfrage nach Krippenplätzen in Wanfried (36 Babys wurden 2019 geboren) hat die Erweiterung der Einrichtung, die bisher eine Gruppe mit 20 Kindergartenkindern hat, notwendig gemacht. Dafür wurde der Bewegungsraum umgewidmet. „Wir sind sehr froh, dass wir diesen Raum noch hatten“, sagt Wanfrieds Bürgermeister Wilhelm Gebhard. Das Gebäude gehört der Stadt Wanfried, die jetzt auch noch mal für 7000 Euro den Fußboden erneuert hat, sodass er kleinkindergerecht ist.

Allerdings müssen die Erzieher im Moment noch improvisieren, weil sich die Lieferung der Möbel verzögert hat. Auch ein weiterer Raum, wo bisher Papier gelagert wurde, ist jetzt zum Wickelzimmer für die Kleinsten umfunktioniert.

Um den Kindern des Kindergartens weiterhin eine Sportmöglichkeit zu bieten, werden sie bis auf Weiteres auf das Bürgerhaus in Heldra ausweichen. Dort soll die Einrichtung langfristig den bisherigen Bücherraum nutzen können, im Moment steht der große Saal zum Turnen zur Verfügung. In dem Bücherraum muss noch einiges getan werden, unter anderem müssen die Heizkörper so gesichert werden, dass sich tobende Kinder nicht verletzten können. „Bisher haben wir ihn noch gar nicht gebraucht, weil wir mit den Kindern viel in den Wald gehen“, sagt Birgit Rathgeber.

Den meisten Kommunen im Werra-Meißner-Kreis fehlt es aktuell vor allem an Krippenplätzen. Die Gemeinde Wehretal baut noch in diesem Jahr eine neue Einrichtung für drei Krippengruppen mit je zwölf Kindern. Auch Meinhard wird voraussichtlich eine zusätzliche Krippengruppe schaffen, um dem wachsenden Bedarf gerecht zu werden. Auch Eschwege baut eine neue Kindertagesstätte. In Meinhard, aber auch in Eschwege, müssen Eltern zum Teil mit 18 Monaten Wartezeit rechnen, ehe sie einen Platz für ihr Kind bekommen.

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