In Ghana fehlt Geld, um zu bestehen

Coronavirus: Wanfrieder Initiative "Black&White" unterstützt Partnerverein in Sunyani

Im ghanaischen Sunyani fertigen zwei Einheimische von der Jugendinitiative SYDA Masken zum Schutz vor der Verbreitung des Coronavirus.
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Die Jugendinitiative SYDA, die mit Black&White in Verbindung steht, hat jetzt in Sunyani mit der Maskenproduktion begonnen.

Die Wanfrieder Initiative zur Völkerverständigung Black&White will ihren ghanaischen Partnerverein dabei unterstützen, die Eindämmung der Corona-Pandemie in Sunyani zu organisieren.

Mit anderen Organisationen hat der Partnerverein in Ghana schon begonnen, Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung zu organisieren, wie die Produktion von Masken oder Handwascheimern und Seife.

„In Ghana haben die Menschen viel weniger Möglichkeiten, sich zu schützen“, sagt Wolfgang Lieberknecht, Gründer der Partnerschaftsinitiative. Seine Informationen von vor Ort: Es gibt keine Lohnfortzahlung für die Menschen, die zu Hause bleiben. Viele haben kein fließendes Trinkwasser.

Für Mund-Nase-Masken fehlt das Geld

Es gibt viel weniger Krankenhausbetten und Ärzte und kaum Beatmungsgeräte. Für Schutzmasken fehle außerdem das Geld. Das Jahres-Durchschnittseinkommen der Ghanaer ist so hoch wie ein monatliches Durchschnittseinkommen in Deutschland.

Die Black&White-Initiative in Ghana hat dazu für Interessierte in Deutschland Menschen in Sunyani interviewt und dazu ein Video erstellt, das auf der neuen Homepage mit anderen Videos zur Partnerschaftsaktion zu sehen ist.

In Ghana hat der deutsche Verein verlässliche Partner, um gemeinsame Projekte organisieren zu können. Eunice Lieberknecht war vor ihrem Umzug nach Wanfried Französischlehrerin in der 270 000-Einwohner-Stadt Sunyani.

Jugendinitiative beginnt mit der Maskenproduktion

Sie hat mit ehemaligen Lehrerkollegen den Partnerverein Black&White-Ghana aufgebaut. Beide Vereine haben im vergangenen Jahr einen von der Bundesregierung geförderten Workshop in Ghana organisiert.

Bei diesem Workshop haben die Vereine zahlreiche neue Verbindungen zu Organisationen in Sunyani bekommen, mit denen sie seither zusammenarbeiten; eine der Organisationen ist die Jugendinitiative SYDA, die jetzt die Maskenproduktion begonnen hat.

Die Initiativen wollen aber mehr: Sie regen mehr partnerschaftliche Zusammenarbeit von mehr Menschen in Deutschland und Sunyani an. „Bis heute haben nur wenige ,Kleine Leute’ in Ghana und Deutschland persönlichen Kontakt“, sagt Lieberknecht.

Black&White hofft, dass einige Spenden zusammenkommen

Das Wissen übereinander sei gering. Die Initiativen bieten Menschen, die das ändern wollen, die Mitarbeit in einem Partnerschaftskreis Sunyani an. Über ihn sollen Verbindungen zwischen Schulen, Berufen, Aktiven für Frieden und Menschenrechte und etwa auch Verbänden gefördert werden. Probleme, wie die Coronakrise, der Klimawandel oder Frieden seien gemeinsame Herausforderungen der Menschheit.

Black&White hofft jetzt, dass einige Spenden zusammenkommen, die helfen können, die Pandemie in Sunyani wirksam einzudämmen. Weitere Informationen: 0 56 55/92 49 81 oder 0176/43 77 33 28 und per E-Mail blackandwhite1@gmx.net.

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