Jäger feiern Gottesdienst zu Ehren des Heiligen Hubertus in der Gutskirche Völkershausen

Begleiteten die Gottesdienst musikalisch: Die Musiker des Jagd- und Bläserchores. Foto: Schöggl

Völkershausen. Wer vergangenen Samstag eine Spritztour unternommen hat, konnte alle paar Kilometer eines dieser roten Warndreiecke mit Wildschweinkopf entdecken: „Achtung Treibjagd!“ Alljährlich finden am 3. November deutschlandweit katholische Gedenkgottesdienste zu Ehren des Heiligen Hubertus von Lüttich und anschließende Jagden statt.

Dieses Jahr wurde mit musikalischer Untermalung durch die Parforcehornbläser Kurhessen zu Kassel der Jägerschaft Hann. Münden zur Hubertusmesse in die Gutskirche eingeladen.

Der Heilige Hubertus gilt als Schutzpatron der Jäger und Förster, von denen viele in ihren traditionellen Trachten zu dem Gottesdienst erschienen sind. „Es ist wichtig, einen Fürsprecher im Himmel zu haben, auf den wir vertrauen können“, erklärt Pfarrer Josef Alber, welcher den Gottesdienst hält. Doch Heilige seien mehr als nur Fürsprecher: So wie manche Menschen Fußballspieler verehren würden, seien Heilige Vorbilder für die Katholiken. Während des Gottesdienstes begleitete der Jagd- und Bläserchor verschiedene traditionelle Kirchenlieder und gab auch eigene Stücke zum Besten. So unterstützten die sieben Bläser in Jagdstiefeln und Uniform bei „Kyrie“ und „Gloria“, spielten zum Abschluss aber auch den „Hubertusmarsch“.

Im Anschluss an den Gottesdienst, der alle zwei Jahre in Völkershausen gehalten wird, brach die Gemeinschaft Gewehr bei Fuß in den Wald auf, um die Treibjagd-Schilder nicht wie bloße Attrappen aussehen zu lassen. (lsc)

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