Kinder rösten bei Ferienspielen in Wanfried eigenen Kaffee - Heute war der letzte Tag

Lassen sich von Winfried Gärtner erklären, wie der Kaffee richtig gemahlen wird: die Kinder aus Wanfried, die an den Ferienspielen der Stadt teilnehmen. Heute finden die nach zwei Wochen ihren Abschluss. Foto:  Wüstefeld

Wanfried. Heute sind die Ferienspiele in Wanfried zu Ende gegangen. Gestern waren die Kinder noch mal zu Gast in der Kaffeerösterei - und davon schlichtweg begeistert. 

Für den sechsjährigen Felix ist der Vormittag bei der Kaffeerösterei Gärtner in Wanfried ein Heimspiel. Auf die Frage, wo denn eigentlich die Bohnen für das Heißgetränk herkommen, hebt er eifrig seine Hand: „Die wachsen an Pflanzen“, beantwortet er die Frage richtig und schiebt gleich noch hinterher, dass Kakaobohnen ja auch an Bäumen wachsen. Darüber habe er mal was im Fernsehen gesehen.

Der Kaffeeröster Winfried Gärtner ist überrascht über so viel Wissen bei seinen jungen Gästen. Die haben das Teenager-Alter noch längst nicht erreicht und haben in den vergangenen zwei Wochen an den Ferienspielen der Stadt Wanfried teilgenommen; ein Programmpunkt war nun der Besuch der Kaffeerösterei.

Gespannt hörte der Nachwuchs zu, wie die Kaffeebohne eigentlich zu der wird, die Mama und Papa zuhause mahlen: Noch ganz grün sind die zu Beginn, wenn sie in die Trommelröstmaschine gekippt werden. „Da riechen die noch nach Gras und Heu“, gibt der zehnjährige Max sein erlerntes Wissen wieder. Eine Geruchsprobe vorab habe das bestätigt.

14 bis 18 Minuten müssen die Kaffeebohnen dann bei bis zu 210 Grad rösten, damit sie zu denen werden, die hierzulande getrunken werden. „Beliebt ist ein fruchtiges Aroma, in Südeuropa hingegen ist es eher ein röstiges“, erklärt Gärtner, der sein Geschäft im Edeka-Markt in Wanfried zusammen mit seiner Frau Martina betreibt. Das könne man auch schon am Geruch festmachen, genauso wie die Zwischenstufen der Röstung: Holt man die Bohnen während des Vorgangs aus der Maschine, riechen sie wie – „Brot“, sind die Kinder überrascht. Ihnen ist es völlig egal, dass sie das Produkt im Anschluss noch nicht trinken können: „Das Rösten ist schon cool“, sind sie sich einig.

Cool finden sie auch das restliche Programm der Wanfrieder Ferienspiele, das heute seinen Abschluss findet. Zum neunten Mal finden die Spiele bereits statt, Träger ist mittlerweile die evangelische Familienbildungsstätte Werra-Meißner. „16 Ehrenamtliche sind dabei wieder im Einsatz“, freut sich Claudia Meiß über das Engagement ihrer Mitstreiter.

Das Wetter habe ihnen zwar bei dem ein oder anderen Programmpunkt einen Strich durch die Rechnung gemacht, dafür konnten dann aber andere Möglichkeiten ausgeschöpft werden. „Wir waren zum Beispiel jeden Tag kegeln, und auch die Sporthalle stand uns immer zur Verfügung“, erzählt Meiß. Zudem gab es zum Beispiel einen Tag an der Wasserburg Aue, und auch die Feuerwehr und die Schützen waren Teil des Ferienprogrammes.

Die Gärtners waren in diesem Jahr zum ersten Mal dabei, zumindest was ihre Kaffee-Expertise anging. „Denn schon seit Beginn der Ferienspiele haben sie sich immer mit Sachspenden daran beteiligt“, freut sich Meiß.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare