Platz für 150 Kleinkinder in Wanfried

Kinderhaus in Planung: So soll die GHS nach dem Umbau aussehen

Die Ansicht von der Rückseite des Gebäudes: Die Gerhart-Hauptmann-Schule in Wanfried wird zum Kinderhaus umgebaut. Man sieht alle vier Stockwerke vom Untergeschoss bis zum zweiten Obergeschoss. Grafik: Architekt Luther
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Die Ansicht von der Rückseite des Gebäudes: Die Gerhart-Hauptmann-Schule in Wanfried wird zum Kinderhaus umgebaut. Man sieht alle vier Stockwerke vom Untergeschoss bis zum zweiten Obergeschoss. Grafik: Architekt Luther

Der Umbau der Gerhart-Hauptmann-Schule zur Kindertagesstätte in Wanfried stellt eines der größten Projekte der Stadt dar. Wir stellen das Raumkonzept vor.

Wanfried – Aber wie genau soll das Gebäude an der Wanfrieder Martinsgasse letztendlich aussehen? Die Umsetzung wurde schon im Dezember einstimmig beschlossen. Bis 2024 werden insgesamt 4,5 Millionen Euro einkalkuliert, wie das Investitionsprogramm der Stadt vorsieht – das Programm wurde vom Parlament am vorigen Freitag einstimmig beschlossen. Das Gebäude der Gerhart-Hauptmann-Schule wird ab 2022 frei, weil die Grundschule mit der Gesamtschule an einem gemeinsamen Standort einen Schulcampus bilden wird.

Das Konzept

Das Raumkonzept wurde auf Basis eines pädagogischen Fahrplans entwickelt, den im wesentlichen Silke Koch, die Leiterin der Kita Wanfried, erstellt hat, heißt es im Entwurfsplan für den Umbau. Ziel der pädagogischen Arbeit ist es, die individuellen Fähigkeiten der Kinder zu fördern, ebenso wie die sozialen Kompetenzen, die Lernkompetenzen und die Fähigkeiten, Herausforderungen zu meistern. Nach dieser Maßgabe wurde ein entsprechendes Raumkonzept entwickelt. Die Entwurfsplanung erstellte das Ingenieurbüro Luther.

Platzkapazität

Die neue Kita soll 150 Kindern im Alter von zwei bis sechs Jahren Platz bieten. Aufgeteilt sind sie in sechs Gruppen auf vier Etagen des Gebäudes. Die sechs Gruppenräume werden je eine Größe von etwa 70 Quadratmetern haben. Jede Gruppe hat einen eigenen Waschraum. Zusätzlich gibt es fünf Intensivräume zur besonderen pädagogischen Nutzung und Förderung. Weiterhin befinden sich auf jeder Etage Garderoben und Waschräume. Das Gebäude wird über einen Aufzug verfügen, um Barrierefreiheit sicherzustellen. Ein 1500 Quadratmeter großes, naturnahes Außengelände mit verschiedenen Höhenprofilen und Spielgeräten bietet Platz zum Toben, Klettern, Balancieren, Springen und Buddeln. Auf einem gepflasterten Weg können die Kinder mit Laufrädern und Rollern fahren.

Untergeschoss

Im Untergeschoss gibt es Gemeinschaftsräume für alle Gruppen. Ein 90 Quadratmeter großer Mehrzweckraum mit elastischem Bodenbelag kann für Bewegungs- und Entspannungsangebote, Kita-Feste, gemeinsame Singkreise und Theateraufführungen genutzt werden. Im Untergeschoss gibt es auch eine große Küche, einen Besprechungs- und Pausenraum für das Personal, der zudem für Fortbildungen genutzt werden kann. Zudem gibt es eine Kindertoilette mit Dusche, die vom Außengelände erreichbar ist.

Erdgeschoss

Im Erdgeschoss der Kita sind zwei Integrationsgruppen vorgesehen. Damit auch Kinder mit einer Körperbehinderung die Räume erreichen können, ist alles ebenerdig gestaltet. Hier gibt es auch einen der Intensivräume für zusätzliche Förderangebote, etwa Ergotherapie, Logopädie und Frühförderung. In der Nähe des Haupteingangs ist das Leitungsbüro zu finden, ebenso wie ein Besprechungsraum, etwa für Entwicklungsgespräche und Elternbeiratssitzungen.

So soll der Umbau finanziert werden

Für das Jahr 2021 plant die Stadt Wanfried 150 000 Euro in das Großprojekt Umbau Gerhart-Hauptmann-Schule zu investieren – 50 000 Euro aus Eigenanteilen, 100 000 Euro aus Zuschüssen. Das geht aus dem Investitionsprogramm der Stadt hervor. Im Jahr 2022 wird mit zwei Millionen Euro Jahreskosten gerechnet. Dabei sollen maximal 700 000 Euro von der Stadt stammen, 1,3 Millionen Euro Fördermittel werden eingeplant. Genauso wird auch für 2023 gerechnet. 4,5 Millionen Euro sind am Ende an Gesamtkosten für das Projekt einkalkuliert, die Stadt Wanfried will dabei 1,5 Millionen Euro an Eigenanteilen nicht übersteigen. jes

Erstes Obergeschoss

An der Ringstraße 47 soll eine gesonderte neue Kinderkrippe entstehen. Platz soll es dort für 60 ein- bis dreijährige Kinder geben. Sollte es aber dennoch Bedarf an Plätzen geben, werden im ersten Obergeschoss zwei Kindergartengruppen für die Aufnahme von Kleinkindern ab zwei Jahren ausgestattet: mit niedrigen Tischen und entsprechenden Spielmaterialien. Die beiden Intensivräume auf dieser Etage können mittags zu Schlafräumen umfunktioniert werden. Einer der beiden Räume beherbergt zudem eine Kita-Bücherei mit einer umfassenden Auswahl, aus der die Kinder jede Woche ein Buch für zu Hause ausleihen dürfen. Der andere wird mit Musikinstrumenten ausgestattet und als Musikraum genutzt.

Zweites Obergeschoss

Im obersten Stockwerk des Gebäudes findet für die älteren Kinder die Vorschularbeit statt, etwa durch Sprach- und Mathematikprogramme, um den Kindern einen guten Schuleinstieg zu ermöglichen. Die zwei Intensivräume auf dieser Etage werden zum Malen, Experimentieren und Forschen ausgestattet. Zudem gibt es eine Spielburg mit Bällebad. (Jessica Sippel)

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