Krippengruppe nach zwei Monaten Verzögerung eröffnet

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Haben gut lachen: Kindergartenleiterin Silke Koch, die Betreuerinnen Theresina Albert und Kathrin Krause sowie Pfarrer Björn Kunstmann mit seinem Sohn Alexander.

Wanfried. Die sieben Jungen und Mädchen haben die Krippengruppe betreten und sofort für sich eingenommen. Innerhalb weniger Minuten erfüllte ein lautes Gebrabbel und freudiges Lachen den neuen Trakt in der evangelischen Kindertagesstätte am Plessefelsen.

„Genau so haben wir uns das erhofft“, sagt Kindergartenleiterin Silke Koch. Seit Dienstag werden hier Kinder unter drei Jahren betreut.

Mit mehr Widerstand hatte der Neubau in der Planung zu kämpfen. Er ist das Ergebnis der bundesweiten Regelung, dass seit dem 1. August Kinder unter drei Jahren einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz haben. Vorausgegangen waren in Wanfried lange Diskussionen über Sinnhaftigkeit und die Kosten des Projekts. „Wenn man das Ergebnis jetzt sieht, ist der holprige Start schnell vergessen“, sagte der Erste Stadtrat Albrecht Kanngießer bei der Eröffnung in Vertretung des Bürgermeisters. „Hier wurde für die Kleinsten ein Heim geschaffen.“

Der große Raum für maximal zehn Kinder im Alter von ein bis drei Jahren besticht durch seine Freundlichkeit und Helligkeit. Trotzdem bot sich den Ehrengästen von Kirche, Politik und Baufirmen Gelegenheit, bunte Farbtupfer zu setzen. Bauherrin und Pfarrerin Rosemarie Kremmer überreichte Silke Koch ein Kreuz mit einem Ölzweig, der das Symbol des Lebens darstellen sollte. „Kleine Kinder, wie sie hier in die Krippengruppe gehen, zeigen uns, dass das Leben immer weitergeht“, sagte Kremmer. Sie richtete ihren Dank an die Baufirmen für den reibungslosen Ablauf und an das Kirchenkreisamt für die gute Unterstützung.

Theresina Albert und Kathrin Krause werden zusammen mit Heike Hugo die Betreuung in der Krippengruppe übernehmen. In den nächsten Tagen werden die Kinder nach dem „Berliner Modell“ eingewöhnt. Schritt für Schritt werden die Kinder und von Mutter oder Vater getrennt. Diese Eingewöhnungsphase kann zwischen sechs Tagen und drei Wochen dauern: So lange, bis die Kinder die Erzieherinnen als sichere Basis akzeptieren. „Wir möchten die Eltern in ihrem selbst gewählten Leben unterstützen“, sagt Pfarrer Björn Kunstmann aus dem Gemeindeverband. Das wichtigste sei, dass das Lachen die neuen Räume erfülle.

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