Magistrat prüft: In Wanfried soll ein Jugendbeirat eingerichtet werden

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Symbolbild aus Lingen (Landkreis Emsland)

Wanfried. Die Tagesordnung war kurz. Vier Dinge sind bei der Stadtverordnetenversammlung am Freitagabend aber aufgefallen.

1. Schweigeminute: 

Die Stadtverordneten erhoben sich von ihren Sitzen, um Albrecht Kanngießer zu gedenken. Der ehemalige Stadtrat und stellvertretende Bürgermeister war am Montag im Alter von 80 Jahren gestorben. 2016 wurde Kanngießer für seine kommunalpolitischen und anderen ehrenamtlichen Aufgaben das Bundesversinestkreuz verliehen. Stadtverordnetenvorsteherin Jutta Niklass lobte Kanngießer für seine Sachlichkeit, seine Besonnenheit und seinen kompetenten Rat über Parteigrenzen hinweg und sprach seiner Familie das Mitgefühl der Stadtverordnetenversammlung aus.

2. Magistratsbericht: 

Der war am Freitagabend besonders lang und dauerte über eine halbe Stunde. Das lag daran, dass das Parlament seit Ende April nicht mehr getagt hatte. Bürgermeister Gebhard teilte der Stadtverordnetenversammlung mit, was sich inzehn Sitzungen ereignet hatte:
• bis zum Ende des Jahres soll sich ein Verein finden, der die Trägerschaft des Plessturms übernimmt.
• Die Schwimmbadsaison hat schlecht geschlossen. 3600 Besucher weniger kamen in diesem Sommer.
• Die Gewerbesteuereinnahmen überteffen zurzeit die angestellten Prognosen
• Angestrebt wird, den Kindergarten am 1. Februar wieder zu beziehen.

3. Jahresabschluss: 

Die Revision des Werra-Meißner-Kreises hat keine Beanstandungen zum Haushalt 2015. Bürgermeister Gebhard bewertete das Zahlenwerk als historisch, weil der Etat seit über einem Jahrzehnt wieder positiv abgeschlossen hat. Statt 13 000 Euro hat die Stadt einen Überschuss von 58 000 Euro erwirtschaftet. Gebhard prognostizierte, dass die Haushaltsjahre 2016 und 2017 noch besser abschließen werden.

4. Jugendbeirat: 

Auf Antrag der SPD-Fraktion wird der Magistrat den Bedarf eines Jugendbeirats prüfen. „Durch die Abschaffung einer professionellen Jugendarbeit fehlt eine Schnittstelle zwischen Jugendlichen und der Stadt“, begründete Benjamin Franke den Antrag. Die Kinder sollen eigene Projekte entwickeln können, im Haushalt soll ihnen Geld zur Verfügung gestellt werden. Bei einem ersten Treffen soll das Interesse der Jugendlichen abgefragt werden.

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