1,5 Kilometer lang

Orientierungslos im Maisfeld: Labyrinth in Aue ist bis Ende des Monats geöffnet

+
Das aktuelle Maislabyrinth in Aue: Noch bis Ende dieses Monats haben Besucher die Chance, sich ihren Weg durch den Irrgarten zu suchen.

Aue. Seit 2012 baut Familie Kanngießer aus Aue im Sommer ein riesiges Labyrinth im Maisfeld - und jedes Jahr denkesn sie sich etwas neues aus. Bis Ende des Monats kann man den Irrgarten noch besuchen.

Aue. Ein Meer aus Mais, wohin man auch blickt – unüberschaubar und undurchdringlich: Das erwartet die Besucher des Maislabyrinths. Im einen Moment befürchtet man, im Kreis zu gehen, im nächsten schon sieht man Hundert Meter Fußweg vor sich.

Familie Kanngießer baut zum fünften Mal in Folge einen Irrgarten aus Mais: Dieses Jahr ist er der schwierigste, der je geplant war. Die Wegstrecke wurde auf 1,5 Kilometer erweitert und die Durchlaufzeit durch kompliziertere Strukturen auf 60 Minuten erhöht.

Die Geschichte des Mais-Labyrints

Im Jahr2012 entstand in Aue das erste Labyrinth, jedoch hat sich an dem Konzept einiges geändert: Zuerst lag das Ziel darin, den Ausgang des Labyrinths zu finden. „Das führte zu regelrechten Wettrennen, durch die die Pflanzen schnell beschädigt wurden“, erklärt Volker Kanngießer. Außerdem sei es natürlich nicht mehr möglich gewesen, die Zielroute zu ändern, falls sich die Lösung rumgesprochen hat.

Ab dem zweiten Jahr verfolgte die Familie einen anderen Plan: „Wir haben das Labyrinth als Kreislauf aufgebaut: Ein- und Ausgang sind derselbe. Ziel ist ist es nun, verschiedene Stempelstationen, die wir variabel verstecken können, zu erreichen.“

In der Vergangenheit sind beispielsweise in Schwebda schon Anläufe unternommen worden, Maislabyrinthe zu bauen, die jedoch am Vandalismus gescheitert sind. Der Trick in Aue: die günstige Lage unmittelbar vor den Wohnhäusern.

Strecke des Labyrinths jedes Jahr neu

Die Strecke wird jedes Jahr neu geplant und mithilfe von GPS-Punkten notiert. Der Mais wird in Form eines Schachbrettmusters auf einer Fläche von 28 000 Quadratmetern angebaut, um eine hohe Blickdichte zu erreichen. Sobald die Saat eine Höhe von 15 Zentimetern erreicht hat, werden die Wege, die genug Platz für Kinderwagen oder Rollstühle bieten sollen, per Rasenmäher angelegt.

Im besten Fall hat der Mais eine Höhe zwischen 2,20 und 2,60 Metern und ist durch einen Wegabstand von mindestens vier Metern blickdicht und nicht querbeet passierbar.

Preise und Öffnungszeiten für das Mais-Labyrinth

Der „ökologisch abbaubare Spaß“ ist je nach Wetterlage jährlich von Mitte Juli bis Anfang Oktober vorhanden. In diesem Zeitraum ist es die Woche über (außer montags) von 10 bis 13 Uhr und von 15 bis 18 Uhr geöffnet. Am Wochenende durchgängig von 11 bis 18 Uhr.

Die Eintrittspreise betragen 3,50 Euro für Erwachsene und 2,50 Euro für Kinder. Familien- und Gruppenrabatte auf Nachfrage. Jeder, der alle Stationen im Labyrinth findet, nimmt an einer Preisverlosung teil. Weitere Infos gibt es hier.

Von Lorenz Schöggl

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare