In Altenburschla wird das 100-jährige Jubiläum des TSV zum Anlass für eine gemeinsame Feier genommen

Nach 17 Jahren wieder eine Kirmes

Musik, Tanz und Stimmung waren über Jahrzehnte Sinnbild für die Kirmes in Altenburschla. Mitte der 1990er Jahre wurde das finanzielle Risiko für die Vereine, die die Kirmes zuletzt ausrichteten zu hoch und das Dorffest eingestellt. Foto: privat

Altenburschla. 17 Jahre haben sie nicht gefeiert, jetzt wollen sie es ein Wochenende lang richtig krachen lassen. Am kommenden Wochenende startet die Kirmes in Altenburschla. Anlass ist das 100-jährige Jubiläum des TSV Altenburschla - der größte Verein im Ort.

„Wir haben uns gedacht, dass unser Jubiläum genau der richtige Anlass ist, um diese lange Tradition wieder aufleben zu lassen“, sagt Erwin Neugebauer, der Erste Vorsitzende im Sportverein. Zwischen 1948 und 1995 gab es jedes Jahr eine Kirmes. Am Ende hatten die Vereine das Dorffest organisiert. Die Besucherzahl schwankte aber zuletzt und für die Vereine sei das finanzielle Risiko zu hoch gewesen. Zu ihrem Jubiläum greift der TSV aber tief in die Tasche und will den Einwohnern von Altenburschla und den Gästen eine würdige Jubiläumsfeier bieten. Jetzt wird - wie es die Tradition in Altenburschla verlangt - am letzten Wochenende im August drei Tage lang gefeiert und für jede Altersklasse wird etwas geboten.

Freitag

Am Nachmittag spielen die Völkershäuser Kirmesmusikanten Ständchen in dem 460-Einwohner-Dorf. Sie begleiten auch das anschließende Kränzewickeln. Am Abend rockt die Formation Skål aus dem benachbarten Wanfried.

Samstag

Der Samstag beginnt am frühen Abend mit der Kranzniederlegung am Ehrendenkmal. „Wir wollen auch die Mitglieder und Mitbürger nicht vergessen, die nicht mehr unter uns sind, aber Dorf und Sportverein geprägt haben“, sagt Erwin Neugebauer. Um 19 Uhr beginnt der Festkommers, in dem die Geschichte des Vereins skizziert wird und einige Gäste Grußworte sprechen. Schon um 20.30 Uhr wird der offizielle Teil beendet und die Wahnsinns 3 aus Österreich bitten zum Tanz. Während des Abends werden Lose für die Tombola verkauft. Die Preise können sich sehen lassen. Der Hauptgewinn ist ein Reisegutschein im Wert von 500 Euro.

Sonntag

Statt Festumzug haben sich die Organisatoren für einen Frühschoppen entschieden. Der wird mit einem gemeinsamen Mittagessen (Kasseler und Sauerkraut) fortgesetzt. Nach der Kaffeetafel wird die Kirmes beerdigt.

Für die erste Kirmes nach 17 Jahren haben sich zahlreiche Ehemalige angesagt. „Wir haben zahlreiche Dorfbewohner aus früheren Zeiten angeschrieben“, sagt Neugebauer. Sie kommen jetzt aus ganz Deutschland. Aus Berlin wird die Turnerschaft erwartet, zu der der TSV eine jahrzehntelange Freundschaft verbindet. Es ordentlich krachen zu lassen, steht nichts mehr im Weg.

Von Tobias Stück

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