Neubau ohne Komplikationen

Wanfried: Neue Rettungswache des DRK – offizielle Eröffnung 2021

Die Fußmatte des Deutschen Roten Kreuz heißt Besucher willkommen.
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Der Neubau der DRK-Rettungswache Wanfried bleibt in Zeit- und Kostenrahmen. Wir werfen einen Blick ins Innere.

Wanfried – Die Rettungswache hat ihren Betrieb schon aufgenommen, der Ortsverein Wanfried wird nach und nach folgen. Nach einem Jahr Bauzeit ohne Komplikationen wurde das neue DRK-Haus in Wanfried mittlerweile eröffnet – auf Pauken und Trompeten haben die Verantwortlichen aufgrund der aktuellen Pandemielage verzichtet.

Dass der Neubau an markanter Stelle in Wanfried interessiert, bekommt Theresina Albert jeden Tag mit. Die Wanfriederin ist nichts nur Vorsitzende des Ortsvereins, sondern auch stellvertretende Vorsitzende des Kreisverbands Eschwege und hat so den Bau neben der katholischen Kirche von Wanfried besonders intensiv begleitet. „Einen Tag der offenen Tür können wir nicht wie geplant ausrichten“, erzählt sie.

In Absprache mit Landrat Stefan Reuß wurde eine offizielle Eröffnung auf das nächste Jahr verschoben. Denn selbst der Ortsverein Wanfried trifft sich noch nicht in den neuen Räumen, die sie im Obergeschoss der Rettungswache beziehen werden. Neben Büro, Archiv sowie Umkleideräumen und Duschen für die Mitglieder gibt es hier jetzt einen großen Schulungs- und Besprechungsraum, der mit einer kleinen Küche ausgestattet ist. Nach Möglichkeit sollen von hier aus demnächst Online-Fortbildungen angeboten werden.

Haben den Neubau in Wanfried maßgeblich begleitet: Der Geschäftsführer des DRK-Kreisverbands Eschwege Thomas Wuth (links) und die stellvertretende Vorsitzende des Kreisverbands Theresina Albert.

Was bereits angelaufen ist und gut funktioniert ist die Rettungswache. Sie ist auch der eigentliche Grund für den Neubau. Um die Hilfsfrist einzuhalten, hatte der Werra-Meißner-Kreis eine Rettungswagen-Station in Wanfried angeregt. Die 2016 in Wanfried eröffnete Rettungswache hat sich gleich bewährt. „Die Hilfsfrist hat sich dadurch statistisch signifikant verbessert“, berichtet Kreisgeschäftsführer Thomas Wuth.

Für die Behelfswache, die anfangs von 7 bis 23 Uhr besetzt war, wurden Räume angemietet. Seit Juli 2018 ist der Standort eine vollwertige 24-Stunden-Rettungswache. Immer zwei Mitarbeiter des DRK Eschwege besetzen die Wache. Zwei bis drei Einsätze fahren sie pro Tag. Deswegen mussten neue Räume her.

Auf rund 500 Quadratmetern Nutzfläche sind in dem Gebäude ein Aufenthalts- und Verwaltungsraum, Ruheräume, Umkleiden, Waschräume, Toiletten und Parkplätze und eine Dekontaminationsschleuse. Durch einen Schulungsraum wird Wanfried auch zur Lehr-Rettungswache des DRK Eschwege. Im Garagenteil ist jetzt Platz für ein medizinisches Lager und drei Fahrzeuge. Der Rettungswagen kann in der Halle sogar gewaschen werden. Nebenan parken zwei Autos des Katastrophenschutzes.

Gehören zu den 40 Sanitätern des Deutschen Roten Kreuzes Eschwege, die in der neuen Rettungswache Wanfried ihren Dienst verrichten: (von links) Samuel Emini, Steffen Kandetzki (im Auto) und Andreas Henkel.

Es ist das kostenintensivste Projekt des DRK-Kreisverbands Eschwege der vergangenen zehn Jahre. Das Deutsche Rote Kreuz investiert in Wanfried über 1,4 Millionen Euro in den Bau der neuen Rettungswache in Wanfried. Fast außergewöhnlich: Nicht nur die Bauzeit, auch der Kostenrahmen wurde eingehalten. (Von Tobias Stück)

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