Trotz Schließung wegen Corona

Nie den Kontakt verlieren: Wanfrieder Kita überrascht Kinder mit 6 Aktionen

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Ein Teil der Aktionen: (von links) Theresina Albert, Kita-Kind Greta Kremmer und Pfarrerin Rosemarie Kremmer haben die Ergebnisse in der Stadtkirche aufgebaut.

Die Kindertagesstätte am Plessefelsen in Wanfried schafft es seit Wochen, den Kontakt zu den Kindern trotz Schließung eng zu halten. Grund dafür sind Aktionen der Erzieherinnen.  

Diese werden von der evangelischen Kindertagesstätte mit einem wöchentlichen Brief verschickt. Wir stellen sechs Aktionen vor.

1.Briefe: Jeden Mittwoch bekommen die Kinder Post aus dem Kindergarten. Dass sie noch nicht lesen können, ist kein Hindernis. „Die Kinder erkennen am Regenbogen im Briefkopf, dass es sich um Post aus ihrer Kita handelt“, sagt Erzieherin Theresina Albert, die die Aktion mit Leben füllt. 

Gleich zu Beginn bekamen die Kinder einen Regenbogen zum Ausmalen und ins Fenster hängen. Der Regenbogen ist das Symbol der Hoffnung während der Coronakrise. „Außerdem symbolisiert der Regenbogen seit der Arche-Geschichte den Bund zwischen Mensch und Gott“, sagt Pfarrerin Rosemarie Kremmer.

2.Fragebogen: Den Briefen liegen verschiedene Fragebögen zum Thema „Meine Zeit zu Hause“ bei. Es geht zum einen darum, wie sich die Kinder zur Zeit fühlen und zum anderen, was sie an der gemeinsamen Zeit mit Mama und Papa genießen und womit sie sich am liebsten beschäftigen. 

Den ausgefüllten Bogen werfen die Kinder in der Kindertagesstätte ein, die Erzieherinnen heften ihn im Portfolio der Kinder ab.

3.Collage: Als Zeichen für ihren Zusammenhalt, und dafür, dass sie immer aneinander denken, hatte sich der Kindergarten eine Foto-Aktion überlegt. Unter dem Motto „Wir möchten einander die Hand reichen“ schickten die Kinder Einzelfotos ein, auf denen sie die Arme ausgestreckten. 

Die Erzieherinnen haben die 130 Einzelbilder so zusammengefügt, dass es aussieht, als würden sich Kinder und Erzieher tatsächlich die Hand reichen. Diese Collage kann von jedem in der evangelischen Kirche begutachtet werden.

4.Steine: Zu Ostern sollten die Kinder mit ihren Eltern Steine sammeln, bemalen und mit einer kleinen Botschaft versehen. Die bunten Steine wurden auf den Altarstufen in der Kirche abgelegt. 

Pfarrerin Kremmer sammelte die Steine ein und verteilte sie in der Gemeinde an kranke, alleinstehende, sorgenvolle und ältere Mitmenschen.

5.Postkarten: Um den Senioren, die ebenfalls isoliert sind, eine kleine Freude zu bereiten, haben die Kinder eine Postkarte bemalt und diese wieder in der Kindertagesstätte abgegeben. 

„Wenn alle Karten fertig sind, werden sie in das Seniorenheim Plesseblick gebracht und dort an die Senioren verteilt“, sagt Theresina Albert.

6.Gewinnspiel: Außerdem wurde ein Malwettbewerb gestartet. Die Kinder sollen die Kita malen. Alle eingereichten kleinen Kunstwerke werden im Flur aufgehängt. 

„Sobald unsere Kindertagesstätte wieder ganz normal für alle Kinder geöffnet hat, dürfen die Kinder, die fünf besten Bilder auswählen, die dann einen Preis erhalten“, sagt Theresina Albert.

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