Historischer Hafenverein: Phil-Collins- und Genesis-Tribute-Band zogen Fans in ihren Bann

„Phil“ - Perfekte Illusion im Wanfrieder Hafen

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Frontmann Jürgen“Phil“ Meyer und seine Background-Sängerinnen spielen mit dem Publikum, das sich gerne in die Höhen und Tiefen des Phil-Collins- und Genesis-Sounds tragen ließ.

Wanfried. Er ist sowohl als Solokünstler als auch als Frontmann und Schlagzeuger der Progressive-Rock- und heutigen Pop-Gruppe Genesis bekannt. Er verzeichnete zwischen 1984 und 1989 sieben Nummer-eins-Erfolge in den US-Single-Charts, zu denen sich noch ein Nummer-eins-Hit mit Genesis (Invisible Touch) gesellt.

Seine Songs reichen vom schlagzeugbetonten „In the Air Tonight“ über tanzbaren Pop wie „Sussudio“ bis hin zu politischen Aussagen in „Another Day in Paradise“, seinem bislang erfolgreichsten Lied. Die Rede ist von Phil Collins, 1951 in Chiswick (London) geborener Rock-/Pop-Sänger, Schlagzeuger, Songwriter, Produzent und Schauspieler, dessen Aura und musikalisches Schaffen am Samstagabend den Wanfrieder Hafen zum Beben brachte.

Absolutes Können

Verantwortlich dafür war die Phil-Collins-und-Genesis- Tribute-Band „Phil“ aus der Nähe von Karlsruhe, die auf Einladung des Vereins Historischer Hafen die Brombeermannstadt und ihre Gäste sprichwörtlich aufmischte. Was die elfköpfige Band an historische Stelle den rund 1000 Besuchern bot, war überzeugend dargebotene, von absolutem Können geprägte Cover-Musik, die perfekte Illusion erzeugte, so dass wohl nur die eingefleischtesten Collins-Fans den kleinen oder feinen Unterschied - wenn es ihn überhaupt gab - heraus hörte.

„Was Phil über drei Stunden hinweg an musikalischem Feuerwerk abbrannte, haben wir im Hafen noch nie erlebt“, zeigte sich Organisator Wolfgang Mandel ebenso hochzufrieden wie die zahlreichen Besucher, die den typischen Phil-Collins-Sound begeistert aufnahmen und begleiteten, Chartstürmer wie „Easy Lover“, „You’ll be in my heart“ „Invisible Touch“ lautstark intonierten oder beim einfühlsamen „Carpet Crawler“ die Feuerzeuge gen Himmel reckten.

Band der Extraklasse

Angeführt wurde die Band von ihrem charismatischen Frontmann Jürgen „Phil“ Meyer, dessen Stimme ganz nahe am Original ist. Drei Bläser und zwei Background-Sängerinnen sowie eine bestens eingespielte Band bilden das tragfähige Gerüst um den vor Bühnenpräsenz strotzenden Sänger.

Ernst-Wilhelm Kalden, Vorsitzender des Vereins, sah angesichts der zuletzt herrschenden Witterungsverhältnisse das Risiko des Vereins belohnt. Bürgermeister Wilhelm Gebhard würdigte das Engagement von Wolfgang Mandel, das auch durch das Wetter belohnt wurde. Dazu gesellte sich auch die reibungslos funktionierende Technik von Mario Alferow, so dass der Wanfrieder Hafen am Samstagabend eine seiner Sternstunden erlebte.

Von Dieter Möller

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