Die Spargelsaison im Werratal ist gestartet 

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Der erste Spargel: Auch der zweieinhalb Jahre alte Gustav, der Sohn von Spargelbauer Tobias Klenke (links), freut sich über die frisch gestochenen Stangen auf einer der Kulturen im Werratal ebenso wie Volker Kanngießer (rechts), dessen Edelgemüse erst in den nächsten Tagen geerntet werden kann.

Aue. Die beiden Spargelbauern im Werratal setzen auf Expansion. Tobias Klenke (Bad Sooden-Allendorf) und Volker Kanngießer (Wanfried-Aue) wollen in den nächsten Wochen einen weiteren guten Hektar des Edelgemüses nahe dem Eschweger Weiler Strahlshausen anbauen.

Damit rücken die beiden Erzeuger quasi näher zusammen und – wenn in zwei, drei Jahren bei Strahlshausen erstmals geerntet werden kann – könnten ihren Werratal-Spargel, wie sie ihre regionale Marke nennen, von der Badestadt bis vor die Tore der Stadt Wanfried stechen.

Zehn bis elf Hektar

Insgesamt zehn bis elf Hektar sind dann mit dem königlichen Gemüse belegt, berichteten Klenke und Kanngießer, als sie jetzt den ersten heimischen Spargel der Saison präsentierten. Am 1. April steckten die ersten Stangen ihre Köpfe vorsichtig aus den Erddämmen, die mit schwarzer Folie abgedeckt sind, um den Boden zu erwärmen.

Der Treibhaus-Effekt lockt den Spargel, mit dem Schießen zu beginnen. Er mag, erläutert Klenke, Temperaturen von über zwölf Grad Celsius, aber bei acht Grad beginnt er schon langsam zu wachsen.

Mitte nächster Woche, wenn es wieder für längere Zeit warm werden soll, rechnen die Spargelbauern mit erstmals genügend Menge an ihrem Edelgemüse, um wieder bis Ende Juni neben der Gastronomie auch die Wochenmärkte in Bad Sooden-Allendorf, Witzenhausen und Eschwege zu bestücken.

Zudem gibt es den Spargel dann auch direkt bei den Erzeugern, also im Hofladen von Klenke und im Feldladen von Kanngießer. Und erstmals wird das Saisongemüse auch im Obsthof Bausch in Strahlshausen verkauft.

Ab diesem Jahr soll es auch grünen Spargel aus der Region geben, nachdem der Versuch im vorigen Jahr erfolgreich gewesen sei. Auch wollen Klenke und Kanngießer demnächst mehr frühe Sorten anbauen, um die Verbraucher früher befriedigen und dann von Anfang April bis zum Ende der Saison versorgen zu können. Und neue Sorten versprechen nach Aussage Klenkes auch eine noch bessere Stangenqualität.

Der Geschmack wird aber auch vom Boden bestimmt. Da die lehmige Erde im Werratal mehr Kraft von den Pflanzen fordert als sandiger Untergrund, schmeckt er entsprechend kräftiger, beschreibt Kanngießer.

Derzeit noch 14 Euro

Bleibt die wichtigste Frage der Verbraucher: Was kostet der Spargel? Derzeit müssen für ein Kilogramm erste Wahl 14 Euro bezahlt werden. Mit mehr Menge wird der Preis langsam sinken bis auf sieben Euro – geschält 50 Cent mehr. (sff)

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