Altes Haus in neuem Glanz - die Krone in Wanfried 

Paar Hübenthal und die Kronne in wanfried
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Unter Denkmalschutz: Bei der Sanierung der Fassade mussten Hübenthals Auflagen erfüllen.

Das 330 Jahre alte Fachwerkhaus Krone wird vom Ehepaar Hübenthal saniert. Damit retten sie alte Bausubstanz und beleben zudem die Innenstadt. 

Wanfried.   Verena und Silvio Hübenthal haben das Projekt „Krone“ auf zehn Jahre angelegt. Drei Jahre betreiben sie den Umbau des 330 Jahre alten Fachwerkhauses jetzt schon. Über ein Drittel ihrer Ideen haben sie umgesetzt. Das Besondere: Durch ihre Aktivitäten bewahren sie nicht nur alte Bausubstanz, sondern beleben auch noch Wanfrieds Innenstadt. Drei Geschäfte finden in dem Gebäude ein neues Zuhause.

1200 Quadratmeter Wohn- und Nutzfläche 

Leicht gemacht hat sich das Ehepaar die Übernahme des Gebäudes nicht. Rund 1200 Quadratmeter Wohn- und Nutzfläche bietet das Haus. Zehn Jahre hatte es schon leer gestanden, als es 2016 zur Zwangsversteigerung ausgeschrieben war. Mehrere Wochen haben Hübenthals mit sich gerungen und dann doch zugegriffen. „Die Substanz war in Ordnung“, sagt Verena Hübenthal. Oben und unten sei das Gebäude trocken, Dachstuhl und Dach wurden 2000 erst erneuert.

Vorbesitzer hatte Raubbau am Gebäude betrieben

Im Inneren habe sich ihnen aber ein desolater Zustand geboten. Der Vorbesitzer habe Raubbau in dem Gebäude betrieben. „Außer einem chaotischen Zustand haben uns aber keine Überraschungen erwartet“, erzählt Silvio Hübenthal. Der Maurer und Trockenbauer hat den Umbau fast alleine gestemmt. Dafür hat er sich in Seminaren weitergebildet: Lehm- und Kalkputz oder Hanfdämmung finden sich im Inneren wieder. „Natürliche Materialien, die auch früher verwendet wurden, sind uns wichtig“, sagt Verena Hübenthal.

Gute Zusammenarbeit mit Denkmalschutz

Und auch die Zusammenarbeit mit dem Denkmalschutz habe reibungslos funktioniert. Die Fassade zur Marktstraße hin steht unter Aufsicht. Im Juli wurde sie jetzt neu gemacht und ist ein echter Hingucker in der von Fachwerkhäusern gesäumten Wanfrieder Marktstraße. Bei der Farbgebung und den neuen Holzfenstern machte die Behörde Vorgaben. „Es muss halt stimmig sein“, sagt Verena Hübenthal. Dazu gehört auch die neue Haustür, die sie über Monate gesucht hat. Das alte 80er-Jahre Modell hatte damit ausgedient.

Für das Paar das bisher größte Projekt

Für die Immobilienmaklerin und ihren handwerklich bewanderten Mann ist die ehemalige Krone das bislang größte Projekt. Erste Erfahrungen hatten sie beim Umbau der Marktstraße 52 gesammelt. Zwei von den neun geplanten Wohnungen sind bereits fertig. Im Erdgeschoss ist das Stoffgeschäft Raschä von Ramona Schäfer im November eingezogen. Von hinten erreicht man die Lackgarage von Thomas Jessl. Die Räume der ehemaligen Eisdiele werden gerade hergerichtet. Hier zieht im April das dritte Geschäft ein. Der Frisör Dreamstyle will sich vergrößern. Am Dachkasten wohnen Schwalben in elf Nestern. Die haben die neuen Besitzer mit übernommen und bei der Neugestaltung der Fassade besonders geschützt.

Verena Hübenthal mag es lieber geradlinig. Mittlerweile sei sie aber Fachwerk-Fan. Auch, weil die Rückmeldungen aus der Bevölkerung den Hübenthals Bestätigung für ihr Zehn-Jahres-Projekt geben. 

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