Glasfaserkabel könnte bis ins Haus verlegt werden

Schnellstes Internet für Nahwärmekunden

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Planen neben Nahwärme auch schnelles Internet: (von links) Ulrich Aschhoff, Johannes Kollmann, Finja Mieth und Wilhelm Gebhard.

Wanfried – Die zukünftigen Bezieher der geplanten Nahwärme in Wanfried könnten bald zusätzlich profitieren. Das berichten die Betreiber.

Neben der Wärmelieferung ist angedacht, jetzt auch Glasfaserkabel für schnelles Internet bis ins Haus zu legen. Ist die sogenannte „letzte Meile“ auch mit Glasfaser ausgestattet, würde sich die Internetgeschwindigkeit deutlich erhöhen. „Diese Grundstückseigentümer gehörten dann zu einem kleinen Kreis von Privillegierten, denn diese Übertragungstechnik ist heute noch nicht Standard“, sagt Bürgermeister Wilhelm Gebhard. 200 bis 500 Mbit/Sekunde sind möglich.

Nur bis zu den bekannten grauen Telefonkabelkästen an der Straße setzen die Telekommunikationskonzerne schon heute umfangreich auf Glasfaser. Auf der „letzten Meile“ hingegen liegt häufig Kupfer – bei der Telekom sind das Telefonkabel, die bis zu 100 Jahre alt sind. Dadurch geht auf den letzten Metern viel Geschwindigkeit verloren.

Beim Bau des Nahwärmenetzes in Wanfried ist jetzt ebenfalls die Leerrohrverlegung für Glasfasertechnik bis in das Haus vorgesehen. „Aktuell haben sich etwa 100 Haushalte für einen Anschluss an das Nahwärmenetz entschieden“, berichtetet Ulrich Aschhoff, Geschäftsführer der Bioenergie Wanfried. Bis Ende März besteht für sie noch die Möglichkeit, sich endgültig zu entscheiden. „Danach ist nichts mehr möglich, weil die Dimensionen der Rohrleitungen anhand des Bedarfs errechnet und entsprechend gebaut warden”, sagt Johannes Kollmann, Projektbeauftragter des Wanfrieder E-Werks für das Nahwärmenetz.

Für die Teilnehmer an der Nahwärmeversorgung bedeutet das einen sehr günstigen individuellen Glasfaseranschluss bis in das Eigenheim. Für diejenigen, die sich nicht für einen Nahwärmeanschluss entschieden haben, deren Grundstück jedoch innerhalb der Grenzen des Nahwärmegebietes liegt, wird sich gegebenenfalls zu einem späteren Zeitpunkt die Möglichkeit zum Anschluss bieten. Der Hausanschluss muss dann allerdings vom Grundstückseigentümer finanziert werden.

Die Breitbandkoordinatorin der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG), Finja Mieth, stellt durch die Glasfaserkabel bis in das Haus eine Wertsteigerung für die Immobilien in Aussicht. Die übrige Erschließung mit flächendeckend schnellem Internet in der Kernstadt und in den Stadtteilen soll indes bis Ende 2019 erfolgen. Von den Kabelverzweigern werden dann über das Kupferkabel des Telefons zwischen 30 und 100 Mbits/Sekunde in den Eigenheimen ankommen.

Die Wärme kommt ab nächstem Jahr aus der Biogasanlage

Überschüssige Energie der Biogasanlage in Wanfried soll in Wärme umgewandelt werden und Wanfrieder Haushalte sowie öffentliche Gebäude heizen. 50 Teilnehmer wären nötig gewesen, damit sich die Investition von rund 1,7 Millionen Euro für das Nahwärmenetz für das E-Werk, das das Projekt zusammen mit der Bioenergie Wanfried umsetzt, rechnet. Rund 100 Teilnehmer sind es heute schon. Weitere können bis Ende März hinzukommen. 

Nach den Straßen Auf dem Mäuerchen, Amselweg, Senefelder Straße, Höllgrabenweg, Hohmann-Gottsleben-Weg, Triftweg, Schulstraße und Plouescatstraße wurde das Gebiet um Ringstraße, Bahnhofstraße, Marktstraße, Vor dem Untertor, Eschweger Straße, Paganusstraße, Am Forstamt und In der Werraaue erweitert. Die Tiefbauarbeiten sollen im Sommer/Herbst 2019 beginnen. Ab dem Winter 19/20 soll die Wärmelieferung beginnen. 

Weitere Fragen beantwortet Johannes Kollmann unter 0 56 55/98 86 22 oder johannes.kollmann@ewwanfried.de.

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