Größtes DRK-Projekt seit zehn Jahren

Spatenstich: Kreisverband Eschwege baut Rettungswache in Wanfried

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Am Dienstag erfolgte der offizielle Spatenstich für das 1,5-Millionen-Projekt des Deutschen Roten Kreuzes.

Es ist das kostenintensivste Projekt des DRK-Kreisverbands Eschwege der vergangenen zehn Jahre. Das Deutsche Rote Kreuz investiert in Wanfried rund 1,5 Millionen Euro in den Bau einer neuen Rettungswache.

Am Dienstag erfolgte der offizielle Spatenstich, in einem Jahr soll alles fertig sein.

Um die Hilfsfrist einzuhalten, hatte der Werra-Meißner-Kreis eine Rettungswagen-Station in Wanfried angeregt. Die 2016 in Wanfried eröffnete Rettungswache hat sich gleich bewährt. „Die Hilfsfrist hat sich dadurch statistisch signifikant verbessert“, berichtet Kreisgeschäftsführer Thomas Wuth. Für die Behelfswache, die anfangs von 7 bis 23 Uhr besetzt war, wurden Räume angemietet. Seit Juli 2018 ist der Standort eine vollwertige 24-Stunden-Rettungswache. Deswegen müssen neue Räume her. Das DRK kaufte der katholischen Kirche im Herzen Wanfrieds ein Grundstück ab. Der neue Standort an der Mühlhäuser Straße/Ringstraße liegt verkehrsgünstig in alle Richtungen. „Wir freuen uns, dass die Hilfsfristen wieder eingehalten werden“, sagte Landrat Stefan Reuß. Das gebe der älter werdenden Bevölkerung ein Gefühl von Sicherheit.

Am Dienstag erfolgte der offizielle Spatenstich für das 1,5-Millionen-Projekt des Deutschen Roten Kreuzes.

Um die Bevölkerung für eine Rettungswache mitten in der Stadt zu sensibilisieren, wurden die Anwohner frühzeitig mit ins Boot geholt, berichtet Bürgermeister Wilhelm Gebhard. Über 500 Einsatzfahrten hat der Rettungswagen pro Jahr. Durchschnittlich zwei Fahrten pro Tag, so Wuth, würden mit Blaulicht oder Martinshorn anfallen.

So soll es in einem Jahr aussehen: Im Oktober 2020 soll die Rettungswache bezugsfertig sein.

Auf rund 500 Quadratmetern Nutzfläche entstehen in dem Gebäude ein Aufenthalts- und Verwaltungsraum, Ruheräume, Umkleiden, Waschräume, Toiletten und Parkplätze und – nach DIN-Verordnung – eine Dekontaminationsschleuse. Durch einen Schulungsraum wird Wanfried auch zur Lehr-Rettungswache des DRK Eschwege. Im Garagenteil ist Platz für drei Fahrzeuge und ein medizinisches Lager. Der Wanfrieder Ortsverein, der nach dem Verkauf des Keudell’schen Schlosses seine Räume verlieren wird, zieht ins Obergeschoss.

Vor eineinhalb Wochen haben die Bauarbeiten begonnen. Wenn das Wetter mitspielt, steht der Rohbau Ende des Jahres, schätzt Architekt Volker Throm. Im Januar soll das Dach aufgesetzt werden. Die Arbeiten liegen im Zeitplan. Auch bei der Ausschreibung gab es laut DRK-Vorstandsvorsitzendem Wendelin Teister keine Überraschungen. Der Fertigstellung der größten Baumaßnahme der vergangenen zehn Jahre steht also nichts im Weg.

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