Bei der Bürgermeisterwahl in Wanfried wird Wilhelm Gebhard wohl allein antreten

SPD stellt keinen Kandidat

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Wilhelm Gebhard (CDU)

Wanfried. Die Wanfrieder SPD wird bei der Bürgermeisterwahl am 5. Mai keinen eigenen Kandidaten ins Rennen schicken. Darauf haben sich die Mitglieder des Stadtverbands am Donnerstagabend geeinigt.

„Die Ortsvereine aus Aue und Wanfried haben einstimmig beschlossen, auf die Nominierung eines Kandidaten zu verzichten“, sagte Stadtverbandsvorsitzender Frank Susebach gestern gegenüber der Werra-Rundschau. Damit bleibt Amtsinhaber Wilhelm Gebhard (CDU) der bislang einzige Bewerber. Bis zum 28. Februar, 18 Uhr, können sich weitere Kandidaten bewerben.

Von Seiten des Vorstands gab es mehrere Vorschläge, die während der gemeinsamen Mitgliederversammlung diskutiert wurden. „Die Suche blieb aber ohne Erfolg“, sagt Susebach, der selbst auf der Liste der möglichen Bewerber gestanden hatte. Susebach habe sich aber gegen eine Kandidatur entschieden, weil einem Bürgermeister in Zukunft die gestalterischen Möglichkeiten zum Handeln genommen würden. „Der Schutzschirm beispielsweise dient nicht nur dazu Schulden abzubauen, sondern hemmt die Kommunen auch im Handeln“, sagt Susebach. Auch bei Umsetzung des Rechtsanspruchs für die Krippenplätze in den Kindertagesstätten fühlt sich Magistratsmitglied Susebach von Bund und Land im Stich gelassen. Man könne nicht mehr gestalten, es würden einem die Hände mehr und mehr gebunden werden.

Gebhard nahm die Ankündigung der SPD, keinen Gegenkandidaten zu stellen bisher gelassen ihn. „Das ändert nichts an meinem Engagement“, sagte Gebhard gestern gegenüber unserer Zeitung und will das Ende der Bewerbungsfrist abwarten. Er hofft vielmehr auf eine hohe Wahlbeteiligung am 5. Mai. „Das wäre eine Bestätigung meiner Arbeit.“

Ein Verzicht eines eigenen Kandidaten heißt für die SPD nicht, dass sie Gebhard automatisch unterstützen wird. „Wir haben keinen eigenen Bewerber, weil wir niemanden gefunden haben“, sagt Susebach. „Nicht, weil wir alles gut finden, was Bürgermeister Gebhard macht.“ Auch die FDP, die dritte Kraft im Wanfrieder Parlament, wird voraussichtlich keinen eigenen Bewerber ins Rennen schicken. Eine verbindliche Aussage wollen die Liberalen erst nach einem Treffen am Wochenende geben. Dann wird sich auch herausstellen, ob sie Gebhard unterstützen werden.

Von Tobias Stück

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