Festausschuss hat neue Agentur zur Organisation der 1200-Jahrfeier am 31. August und 1. September engagiert

Sündenfrei steigt bei Stadtfest ein

Zeitreise: Rund 30 Aussteller wird der Veranstalter Sündenfrei mit nach Wanfried bringen. Sie sollen dafür sorgen, dass die Festmeile der Stadt in die Vergangenheit zurückversetzt wird. Foto: Sündenfrei

Wanfried. Vier Monate vor Beginn des historischen Stadtfestes zur 1200-Jahrfeier von Wanfried haben Festausschuss und Magistrat nocheinmal den Veranstalter gewechselt. Anstatt der Agentur Fogelvrei wird der Veranstalter Sündenfrei einen wesentliche Teil der Organisation des Stadtfestes übernehmen. Es ist geplant, eine Zeitreise durch zwölf Jahrhunderte in der Unterstadt von Wanfried szenisch darzustellen. Dazu beteiligen sich 44 Gruppen aus Wanfried und zwischen 30 und 40 Gruppen von Sündenfrei.

„Die Verhandlungen mit der Agentur haben sich zu lange hingezogen, deswegen mussten wir die Reißleine ziehen“, sagt Festausschussvorsitzender Otto Frank. Johannes Faget, Geschäftsführer von Fogelvrei, hat es nach Informationen der Werra-Rundschau nicht geschafft, ein konkretes Angebot vorzulegen. Bereits im vergangenen Jahr wurde die Agentur angesprochen. Festausschuss und Magistrat hatten dabei die guten Erfahrungen von dem Renaissancefest im Jahr 2008 in Erinnerung, als die Veranstaltung zusammen mit Fogelvrei zu einem großen Erfolg wurde. Über 13 000 Besucher wurden damals an den Kassen gezählt.

Im Festausschuss war man sich einig, dass man einen professionellen Veranstalter brauche, um ein gelungenes Fest zu feiern. „Nach dem Renaissancefest ist eine gewisse Erwartungshaltung entstanden“, sagt Frank. Sündenfrei hatte an dem Wochenende Kapazitäten frei und wird bis Ende Mai ein fertiges Konzept vorlegen. Die Veranstaltungsagentur greift dabei auf über 300 Subunternehmen und weit über 1000 Künstler, Handwerker und Händler zurück. „Dieses deutschlandweit tätige Netzwerk ermöglich es uns, zu jeder Zeit an jedem Ort historische Feste zu gestalten“, sagt Geschäftsführer Henri Bibow.

Mit mindestens 30 Ständen werden sie in Wanfried anreisen. Sie decken die Zeitepochen Mittelalter, Barock, Bieder- und Gründerzeit ab und bringen Handwerker, Gastronomen, Händler und Musiker mit. Auf zwei Bühnen werden Vorführungen geboten. Zwischendurch wird es inszenierte Raufereien geben.

Das finanzielle Risiko wird nach Angaben von Bürgermeister Wilhelm Gebhard wesentlich geringer sein. Das liege auch am günstigeren Preis. Der Magistrat hat bereits seine Zustimmung signalisiert.

Von Tobias Stück

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