Bei der Jazz-Matinee auf dem Kalkhof feierte Jazz-Affairs einen riesigen Publikumserfolg

Tolle Musik auf kleiner Bühne

wanfried. Auf der winzigen Bühne im Saal des Kalkhofes (wegen unsicheren Wetters wurde das Konzert ins Innere verlegt) standen zwei Künstler im optischen Vordergrund: die Sängerin und der Saxophonist. Und auch musikalisch spielten die beiden häufig die dominierende Rolle. Aber der große Erfolg beim Matineekonzert an diesem Sonntag im voll besetzten Saal war ein kollektives Verdienst. Denn auch die drei übrigen, im „optischen Hintergrund“ agierenden Musiker von der Eschweger Band Jazz-Affairs präsentierten sich in bestechender Form und rissen auch mit gekonnten Soli das Publikum zum „Szenenapplaus“: der Kontrabassist Hartmut Rauch, der Drummer Torsten Horn und, wie immer exzellent, Bandleader Ulrich Bernhardt am Piano.

Alle fünf spielten mit großer Lust und Laune und perfekt aufeinander abgestimmt ein gefälliges Programm: Soul und Jazzballaden und eine Menge lateinamerikanische, mehr oder weniger jazzige Musik - eine Kombination, die das Publikum zwei Stunden lang bestens unterhielt.

Ein Erfolg, zu dem die beiden im Vordergrund Stehenden ganz gehörig beitrugen: der Saxophonist Axel Osterburg mit einem herrlichen, anschmiegsamen Ton in seinen oft bejubelten, einfühlsamen bis fetzigen Einlagen - und last not least die Sängerin Simone Christ, die, gebräunt vom Mittelmeerurlaub zurückgekehrt, neben dem reizvollen Anblick stimmlich eine Galavorstellung bot. Mit ihrer expressiven, in vielen Nuancen sie schillernden Stimme zeigte sich einfühlsam bei mehreren Balladen und begeisterte restlos mit fetzigen Stücken, wo sie mit Power das Publikum entzückte.

Viele jazzige „Megahits“ waren bei dieser Matinee zur Freude des Publikums zu hören: „You are my sunshine“ neben „Sunny“ oder Stevie Wonders „Sir Duke“ - und natürlich hatten auch lateinamerikanische Evergreens ihren angestammten Platz im Repertoire von Jazz-Affairs, „Bésame mucho“ etwa oder das immer wieder begeisternde „Mas que nada“, zwei Hits, mit denen die Sängerin mit viel Charme ihr Publikum immer wieder begeistert.

Eine schon traditionelle Veranstaltung des Kultur- und Verkehrsvereins Wanfried, die wieder einmal zu einem riesigen Erfolg wurde - auch wenn diesmal auf die besondere Open-Air-Atmosphäre des Kalkhof-Parkes verzichtet werden musste.

Von Francisco Pujiula

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