Krippengruppe eröffnet nach Plan - Wasserschadensanierung dauert länger als geplant

U3-Kinder ab Oktober

Verwaister Kindergarten: Im Moment spielt sich im Garten der evangelischen Tagesstätte nichts ab. Rechts: Der fast fertige Anbau für die Krippenkinder. Hinten: der Gebäudeteil, in dem der Wasserschaden behoben wird. Foto: Stück

Wanfried. Die Krippengruppe für U3-Kinder in Wanfried wird aller Voraussicht nach am 1. Oktober eröffnen. Klarheit wird eine letzte Begehung Ende September bringen. Im Moment spreche nichts gegen eine Eröffnung im Oktober, heißt es von Seiten der Kirche und der Fachaufsicht des Werra-Meißner-Kreises.

Zwei Monate verspätet, aber immer noch im angekündigten Zeitplan bleibt damit der Eröffnungstermin. An die evangelische Kindertagesstätte am Plessefelsen wurde für die U3-Kinder, die seit dem ersten August einen Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz haben, angebaut. Im Februar erfolgte der Spatenstich. Zehn Kleinkinder werden dort bald maximal betreut. Acht Plätze sind schon vergeben. „Es gab auch Eltern, die bereits ab August einen Platz wollten, mit ihnen konnten wir uns allerdings arrangieren“, sagt Pfarrerin Rosemarie Kremmer. Die evangelische Kirche ist Trägerin der Kindertagesstätte.

Betreut werden die Krippenkinder in Zukunft von Kathrin Krause, Theresina Albert und Heike Hugo, die die entsprechenden Qualifikationen für die Betreuung von unter Dreijährigen vorweisen können. Für die drei Erzieherinnen, die in die Krippe wechseln, werden zwei neue Kräfte eingestellt.

Großer Wasserschaden

Zunächst werden die Krippenkinder alleine in dem Gebäude in der Ringstraße betreut. Die Regelkinder sind weiterhin in das Gebäude der Elisabeth-Selbert-Schule ausgesiedelt. Diese Maßnahme war nötig geworden, weil in dem 19 Jahre alten Gebäude ein Wasserschaden diagnostiziert wurde.

Ein Leck an der Zuleitung einer Toilettenspülung hat die Großbaustelle in dem Kindergarten verursacht. „Seit wann es dort tropft, ist unklar“, sagt Rosemarie Kremmer. Das Wasser hatte sich fast im ganzen Gebäude ausgebreitet. Die Bodenplatte war feucht, das Wasser zog bereits die Wände hoch. 265 Quadratmeter Estrich wurden entfernt, fast genau so viel Putz. Jetzt wird das Gebäude von innen getrocknet. Die Firma WHS aus Wanfried lässt seit drei Wochen die Trocknungsmaschinen laufen. „Das wird auch noch drei Wochen dauern“, sagt Dirk Wickenträger von WHS. Er schätzt, dass eine Wiedereröffnung im Januar nicht eingehalten werden kann. „Es könnte auch März werden“, sagt Kremmer. Die Schadenssumme beläuft sich indes auf 106.000 Euro. Die Versicherung habe bereits signalisiert, den Schaden zu übernehmen.

Von Tobias Stück

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