Restaurierung kostet etwa 16 000 Euro

Kanzel-Restaurierung in Wanfrieder Stadtkirche: Kalender soll Spenden einbringen

Wolf-Arthur Kalden und Fotograf Jürgen Katzer zeigen den Kanzelkalender mit Aufnahmen aus der Stadtkirche in Wanfried. Hier zu sehen: Die schmückenden Weinranken.
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Wolf-Arthur Kalden und Fotograf Jürgen Katzer stellen ihr gemeinsames Werk vor: den Kanzelkalender mit Aufnahmen aus der Stadtkirche in Wanfried. Hier zu sehen: Die schmückenden Weinranken.

Für die Kanzel-Restaurierung in der Stadtkirche Wanfried soll ein Kalender des Fördervereins nun Geld einbringen.

Wanfried – Wenn Wolf-Arthur Kalden von der Evangelischen Stadtkirche in Wanfried spricht, dann tut er das voller Leidenschaft – besonders, wenn es um die Architektur des Baudenkmals geht. Als Vorsitzender des Fördervereins der Stadtkirche engagiert sich Kalden seit vielen Jahren für die Restauration der Kirche. Eines der aktuellen Projekte: die Kanzel.

Nach aktuellen Schätzungen soll die Restaurierung der Kanzel etwa 16 000 Euro kosten. Um Geld für die Restaurierungskosten aufzubringen, gibt es in diesem Jahr einen Kalender zu kaufen, den Kalden gemeinsam mit dem Fotografen Jürgen Katzer gestaltet hat. Dieser Kanzel-Kalender soll auch fehlende Einnahmen kompensieren, die infolge der Coronakrise in diesem Jahr entstehen, wie Trauungen und Konzerte. „Das hat alles nicht stattgefunden“, sagt Kalden.

Kirchenerhaltungsstiftung fördert bis zu 8000 Euro für die Restaurierung der Kanzel

23 Euro kostet ein Kalender, 100 Stück wurden zunächst gedruckt. „Es können aber immer welche nachbestellt werden“, sagt Kalden. Etwa 75 Prozent der Einnahmen gehen in das Kanzel-Projekt. Die Kirchenerhaltungsstiftung des Kirchenkreises Werra-Meißner fördert die Restaurierung der Kanzel mit bis zu 8000 Euro. „Jeder Euro, den wir einnehmen, wird von der Stiftung verdoppelt“, erklärt er. Das Projekt wird auch vom Bernecker-Verlag unterstützt, wo der Kalender gedruckt wurde.

Fotograf Jürgen Katzer hat für den Kalender die Motive aufgenommen. Zu sehen sind vor allem Detailaufnahmen von Ornamenten, Deckenverzierungen, Gewölben und des bunten Altarfensters, aber auch ein Foto des Altars und der Orgel. Zu jedem Bild hat Kalden einen passenden Bibeltext herausgesucht.

Zu allen Bildern gibt es zudem eine Legende, die beschreibt, was zu sehen und das Besondere an dem Motiv ist. Der Kalender ist ab dem 2. November in Wanfrieder Geschäften erhältlich: bei Handarbeiten Dahmer, Raschä Creativ Design und 2Rad Rabe. Zudem kann der Kalender per E-Mail bestellt werden: info@stadtkirche-wanfried.de (Porto drei Euro).

Ziel: Kanzel soll nach Restaurierung im Originalzustand sein

Ziel für die Kanzel ist es, sie wieder in den Originalzustand zurückzuführen. Denn in den 1960er-Jahren wurde, der große Teil der typischen Stilistik entfernt, Ornamente sollen nun wieder hervorgehoben werden.

„Unsere Kirche ist etwas Besonderes“, sagt Kalden. Er erklärt, dass die in den Jahren 1884 bis 1888 erbaute Kirche ein eindrucksvolles Beispiel des Historismus ist, einer Phase der Architekturgeschichte, in der frühere Baustile wieder aufgegriffen wurden. In diesem Fall der neugotische Stil. Auch besonders sei, dass die Kirche nach den 16 festen Vorschriften des Eisenacher Regulativs gebaut wurde. Nur sehr wenige Kirchen in Deutschland halten alle Regeln strikt ein, sagt Kalden. Die Wanfrieder Stadtkirche sei dabei schulmäßig stilrein. (Von Jessica Sippel)

Spenden: FV Stadtkirche zu Wanfried, IBAN DE47 5225 0030 0005 0037 36.

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