Vermisster Aref: Polizei sucht am Dienstag erneut die Werra ab

Suche nach Aref: Seit dem Verschwinden des Fünfjährigen suchte die Wasserschutzpolizei mehrfach die Werra bei Wanfried ab. Auch am heutigen Dienstag wird wieder gesucht. Foto: Deppe

Wanfried. Die Polizeidirektion Werra-Meißner startet am  Dienstag mit der Bereitschaftspolizei und der Wasserschutzpolizei eine weitere Suchaktion nach dem Vermissten Aref, der am 4. April im Bereich des Wanfrieder Hafen verschwand.

Taucher suchen in der Werra nach vermissten Aref

Vorsichtig schreiten die Bereitschaftspolizisten durch die Wiese. Als würden sie sich auf dünnem Eis bewegen, suchen sie den Boden zwischen Gräsern und Büschen nach Hinweisen zum Verbleib nach dem fünfjährigen Flüchtlingsjungen Aref ab, der seit rund zwei Wochen verschwunden ist. Am Dienstag wurde die Suche nocheinmal

Aktualisiert um 14.25 Uhr

 aufgenommen. „Es ist ein unbefriedigendes Gefühl, das vermisste Kind noch nicht gefunden zu haben“, erklärt Polizeisprecher Reiner Lingner die Beweggründe, die Suche wieder aufgenommen zu haben, nachdem in der vergangenen Woche die großangelegten Arbeiten bereits aufgegeben wurden. Außerdem sei der Pegel der Werra deutlich gesunken, nachdem es in den vergangenen Tagen nur wenig geregnet hatte. Neue Hinweise seien in der vergangenen Woche aber nicht hinzugekommen.

Obwohl die öffentlichkeitswirksame Suche vor Ort zunächst nicht weiterverfolgt wurde, ermitteltet die Polizei im Hintergrund weiter. Die Polizeidirektion Werra-Meißner hatte dazu eine Arbeitsgruppe eingerichtet. Sie werteten alle Spuren aus und befragten Nachbarn und Freunde des Jungen. „Das war sehr zeitintensiv“, sagt Lingner, Am Dienstag wurde insbesondere stromaufwärts in Richtung Völkershausen gesucht. „Es könnte auch sein, dass der Junge rund um das ehemalige Schmirgelwerk am Wehr gespielt haben könnte. Neben Feldern und Wiesen wurde insbesondere die Uferböschung inspiziert. Außerdem wurden die Gärten in der näheren Umgebung nocheinmal abgesucht. „Die Areale haben wir zwar alle schon einmal abgesucht, wir wollen aber keine Möglichkeit ausschließen“, sagt Lingner. Keine Hinweise gibt es weiterhin auf ein Gewaltverbrechen. Das bestätigte Polizeisprecher Jörg Künstler auf Anfrage unserer Zeitung. Allen Hinweisen sei man nachgegangen.

Neue Erkenntnisse erhofft sich die Polizei von dem Eigentümer einer schwarzen Sweat-Jacke. Das Bekleidungsstück in Kindergröße wurde am ersten Tag der Suche am 4. April an der Wassertretstelle gefunden. Das passende Kind dazu könnte Hinweise auf das Verschwinden von Aref liefern.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare