„In Bildung investieren“

Völkershausen: Wolfgang Bosbach spricht über Politik und Gesellschaft

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Gelungene Veranstaltung in Völkershausen: (von links) Stadtverordnete Maria-Henrietta von Stryk, Landtagsabgeordnete Lena Arnoldt, Redner Wolfgang Bosbach und Bürgermeister Wilhelm Gebhard.

Völkershausen – Berlin, Stuttgart, Rust – Völkershausen: So lauteten die Stationen von Wolfgang Bosbach in dieser Woche. Den Wanfrieder Stadtteil besuchte er auf Einladung der Wanfrieder CDU.

Der „Kanzler der Herzen“, wie der CDU-Politiker gern genannt wird, kam am Donnerstagnachmittag auf Einladung der CDU Wanfried zu einer politischen Auftaktveranstaltung ins Dorfgemeinschaftshaus.

„Ich war schon immer ein großer Fan von ihm und habe ihm an den Lippen gehangen, wenn er in Talkshows zu Gast war, also habe ich einfach eine E-Mail geschrieben“, erklärte Wanfrieds Bürgermeister Wilhelm Gebhard zur Begrüßung. „Wolfgang Bosbach antwortete innerhalb eines Tages und machte diesen Terminvorschlag, zu dem ich gleich zusagte.“ 

Rund 3000 Einladungen zu Veranstaltungen bekommt Wolfgang Bosbach pro Jahr, deshalb war die Freude noch viel größer. Voll gefüllt war der Saal des Dorfgemeinschaftshauses, und die Gäste erlebten einen gut gelaunten und sympathischen Bosbach.

Wolfgang Bosbach redete einen Stunde

Rund eine Stunde redete der CDU-Politiker über aktuelle Politik, die Gesellschaft und seine Vergangenheit. „Es gibt keine Politikverdrossenheit, die Leute interessieren sich schon dafür, nur nicht mehr so für Politiker und Parteien. Der Graben zwischen Wählern und Gewählten wird einfach größer“, sagte Bosbach, der seit 47 Jahren CDU-Mitglied ist. 23 Jahre lang war er Mitglied des Bundestags, neun Jahre lang stellvertretender Vorsitzender der Bundestagsfraktion der Union und sechs Jahre lang Vorsitzender des Innenausschusses des Deutschen Bundestages. Im Oktober 2017 beendete er seine Arbeit dort. Sein Ziel sei es immer gewesen, dass man am Ende einer Wahlperiode nie sagen konnte, dass man von ihm enttäuscht sei.

Wolfgang Bosbach: "Die Zeiten verändern sich in unglaublichem Tempo"

„In Frieden und Freiheit zu leben ist für unsere Eltern immer eine Besonderheit gewesen, für uns ist es eine Selbstverständlichkeit. Viele Menschen auf der Welt würden gerne so leben wie wir“, erinnerte Wolfgang Bosbach. „Warum fällt es uns so schwer zu sagen: Ist das toll! Die Wiedervereinigung ist ein politisches Wunder gewesen, und es fällt uns schwer, dass wir uns von Herzen darüber freuen, weil immer jemand fragt: Wo sind denn die blühenden Landschaften?“.

Die Zeiten veränderten sich in einem unglaublichen Tempo. „Die wichtigste Investition ist in die Köpfe unserer Kinder, in Bildung und Forschung. Wer nichts im Boden hat, muss von Bildung leben“, so Bosbach.

Zum Ende gab es stehende Ovationen, und Wilhelm Gebhard und die Stadtverordnete Maria-Henrietta von Stryk bedankten sich mit Spezialitäten aus der Region. Wolfgang Bosbach signierte im Anschluss sein Buch „Endspurt“ für die Gäste.

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