26-Jährige wird Parteichefin

Wahlcoup: Karina Fissmann wird neue SPD-Kreisvorsitzende

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Der alte und die neue Vorsitzende des SPD-Unterbezirks Werra-Meißner: Andreas Nickel und Karina Fissmann. 

Wanfried. Wahlcoup bei der SPD: Der Unterbezirksparteitag wählte am Samstag überraschend die 26-jährige Karina Fissmann aus Röhrda zur neuen Vorsitzenden.

Sie setzte sich gegen Margarete Koschel-Naahs, Stadtverordnetenvorsitzende in Witzenhausen mit 82 gegen 44 Stimmen durch. Frau Fissmann war erst während des Parteitags nominiert worden. Viele der Delegierten, darunter der der scheidende Vorsitzende Andreas Nickel und Koschel-Naahs, hatten von der bevorstehenden Kandidatur Fissmanns nichts gewusst.

Sie war seit Mitte Februar unter anderem vom Landtagsabgeordneten Dieter Franz vorbereitet worden. Er und Landrat Stefan Reuß unterstützten auf dem Parteitag die Bewerbung Fissmanns. Frau Koschel-Naahs war vom SPD-Vorstand, dem auch Karina Fissmann angehörte, nominiert worden.

Jung, dynamisch, ideenreich

„Ich stehe für junge, dynamische und ideenreiche Politik“, sagte die neue Vorsitzende. Sie kündigte an, sich vor allem um die Aktivierung alter und neuer Mitglieder zu kümmern. „Momentan sind wir noch eine mitgliederstarke Partei, das soll auch so bleiben. Momentan zählt der Unterbezirk Werra-Meißner bei fallender Tendenz etwa 2000 Parteiangehörige.

Zu den drei stellvertretenden Vorsitzenden wurden Alexander Feiertag (Eschwege), Hans-Jürgen Gerlach (Wanfried) und die unterlegene Margarete Koschel-Naahs gewählt.

Zuvor hatte die Wahlkreisdelegiertenkonferenz für den Wahlkreis 9 Eschwege-Witzenhausen den langjährigen Landtagsabgeordneten Lothar Quanz erneut nominiert. Er behielt 73 von 74 Stimmen, was einer Zustimmung von 98,6 Prozent entspricht. Sein Ersatzkandidat (der kommt zum Zuge, wenn der Abgeordnete sein Mandat niederlegt) ist der Eschweger Kommunalpolitiker Alexander Feiertag. Er kündigte an, die Nachfolge von Lothar Quanz antreten und bei der übernächsten Landtagswahl antreten zu wollen.

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