Forstamt Wehretal organisiert Aktion im Schlierbachswald

400 Kinder beim Walderlebnistag

Beeindruckende Vorstellung: Pferderücker Matthias Rensing zeigt den Drittklässlern der Gerhart-Hauptmann-Schule aus Wanfried, wie spielend leicht sein Pferd mit den Baumstämmen umgeht. Rensing war bereits Europameister im Holzrücken. Fotos: Bettina Gassmann

Eschwege/Wanfried. Rund 400 Schüler in 18 Klassen haben in der vergangenen Woche an den Walderlebnistagen des Forstamts Wehretal teilgenommen. Eingeladen waren die dritten und vierten Klassen, die im Schlierbachwald von den Mitarbeitern von Hessen Forst interessante Wissenprüfungen und lustige Spiele ablegten.

Ziel ist, beim Walderlebnis-tag möglichst vielen Kindern den Wald als Lebensraum nahezubringen. Im Schlierbach wurde dazu ein zirka zwei Kilometer langer Parcours mit verschiedenen Themen auf mehreren fest installierten Stationen eingerichtet. Im Vordergrund soll aber nicht die Vermittlung von Detailwissen stehen. Vielmehr soll bei den Kindern Begeisterung für Natur und Umwelt durch das persönliche Naturerlebnis geweckt werden. Jede Schulklasse wird auf dem Rundweg von einem Forstbeamten begleitet, sodass auch komplexe Zusammenhänge im Lebensraum Wald deutlich gemacht werden können. „Für viele Schüler war der Tag im Wald eine prägsame und naturnahe Erfahrung“, sagt Bettina Gaßmann, die mit ihrer dritten Klasse der Gerhart-Hauptmann-Schule aus Wanfried den Walderlebnistag besuchte. „Wir laden die dritten und vierten Klassen ein, weil der Wald bei ihnen am besten in den Unterrichtsplan passt“, sagt Dietrich Bräuer, Sprecher des Forstamts Wehretal.

Die Schüler aus Wanfried waren besonders begeistert von der Vorführung mit dem Rückepferd. Einen Baumstamm, den sie selbst nur mit Hilfe von 22 Kinderhänden bewegen konnten, schaffte das Pferd von Pferderücker Matthias Rensing spielend alleine. An den verschiedenen Stationen ging es um Naturschutz, Waldnutzung, Waldarbeit, Pflanzen und Tiere. Wildes Müllablagern im Wald wird ebenso thematisiert wie der Wald als Wasserspeicher. Aus sicherer Entfernung beobachtete die Kinder, wie ein Baum fachgerecht gefällt wurde. Auf dem Schweigepfad kommen die jungen Waldforscher wieder zur Ruhe. Hier gilt es, allein einen Weg im dunklen Forst zu bewältigen und anschließend über das Erlebte zu berichten.

„Für die Schüler war es eine tolle Erfahrung, das Erlernte praxisorientiert zu vertiefen“, sagt Bettina Gassmann, die mit ihrer Klasse bereits im Herbst den Wald im Unterricht behandelte.

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