Wanfried begrüßt als letzte Kommune erste Asylbewerber

Kleiner Empfang: Mit einem Nudelessen im Trauzimmer des Rathauses hat die Stadt Wanfried die Neuankömmlinge aus Afghanistan willkommen geheißen. Foto: privat

Wanfried. Die ersten Flüchtlinge sind in Wanfried eingetroffen und haben sich kurzfristig eingerichtet. 13 Personen aus zwei Familien aus Afghanistan haben am Dienstagnachmittag die Wohnung im zweiten Stock des Keudell'schen Schlosses bezogen.

Eine kleine Delegation um Bürgermeister Wilhelm Gebhard hatte die Neuankömmlinge empfangen. „Die Menschen waren froh und glücklich, nach einer langen Reise angekommen zu sein und jetzt wieder etwas Privatsphäre zu haben“, sagte Gebhard auf Anfrage unserer Zeitung.

Die Wohnung

Innerhalb von einer Woche wurde die Wohnung in der Wanfrieder Altstadt hergerichtet. Dabei waren die Handwerker bis zur letzten Minute beschäftigt. Am Dienstag wurden Möbel aufgebaut, Mittwoch wurde noch an der Heizung geschraubt. „Allen gemein war eine große Dankbarkeit“, berichtet Gebhard vom ersten Eindruck.

Die Bewohner

Die zwei Familien, die jetzt in den sechs Zimmern des historischen Gebäudes wohnen, bestehen aus vier Erwachsenen, vier heranwachsenden jungen Männern und fünf Kindern im Alter von einem bis 13 Jahren. Am Mittwochmittag hatte die Stadtverwaltung die Neuankömmlinge im Rathaus mit einem Nudelessen empfangen. Dabei wurde ihnen auch ihre neue Heimat nähergebracht.

Die Hilfsbereitschaft

Indes hat sich in Wanfried eine Welle der Hilfsbereitschaft ausgebreitet. 28 Einwohner haben sich bereiterklärt, sich ehrenamtlich für die Flüchtlinge zu engagieren. Der Dolmetscher der ersten Tage ist beispielsweise ein afghanischstämmiger Mann, der seit 17 Jahren in Deutschland lebt und jetzt in Großburschla wohnt. Während des Familiengottesdienstes am Sonntag wurde zu spenden aufgerufen, um die beiden Familien mit Lebensmitteln erstauszustatten. Theresina Albert vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) in Wanfried und Pfarrerin Rosemarie Kremmer haben die Lebensmittel eingekauft und übergeben. In der nächsten Woche werden alle Helfer zu einem Koordinierungstreffen eingeladen. Die Arbeiterwohlfahrt (Awo) wird die Hilfe lenken.

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