Ausgeglichen

Wanfried bringt Haushalt 2022 ein: Steuern und Gebühren bleiben gleich

Haushalt Wanfried mit Bürgermeister Wilhelm Gebhard vor dem Rathaus
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Haushalt 2022 Wanfried mit Bürgermeister Wilhelm Gebhard vor dem Rathaus

Wanfrieder Haushalt 2022 eingebracht: Steuern und Abwassergebühren bleiben gleich, Stadt plant größere Investitionen in die Infrastruktur.

Wanfried – Die Stadt Wanfried legt bei der Einbringung des Haushalts 2022 erneut eine Punktlandung hin. Mit einem Finanzmittelüberschuss von 2 257 Euro schließt der Plan im Finanzhaushalt ab. Im Ergebnishaushalt gibt es einen Überschuss von 352 630 Euro – Gesamterträge in Höhe von rund 9,1 Millionen Euro stehen hier Aufwendungen in Höhe von etwa 8,7 Millionen Euro gegenüber.

Der Haushalt wurde gestern bei der Stadtverordnetenversammlung im Bürgerhaus in Heldra eingebracht. Das letzte Wort haben nun die Stadtverordneten, die in den kommenden Wochen über den Haushalt mit Investitionsplan beraten. Die Beschlussfassung ist im Dezember geplant.

Besonders erfreulich ist laut Bürgermeister Wilhelm Gebhard, dass die Verwaltung und der Magistrat die Kommunalsteuern nicht anpassen müssen. Und das, obwohl die Kreis- und Schulumlage höher ausfällt, die Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen steigen und der Zuschussbedarf für die Kindertagesstätten wegen des Gute-Kita-Gesetzes um 89 000 Euro steigt. Ebenfalls konstant fallen die Abwassergebühren aus: Das Frischwasser kann weiter mit 2 Euro pro Kubikmeter zuzüglich 7 Prozent Mehrwertsteuer berechnet werden, das Abwasser mit 3,90 Euro pro Kubikmeter und die Oberflächenwassergebühr mit 0,65 Euro pro Quadratmeter.

Zum achten Mal in Folge ist der Haushalt ausgeglichen. Dank der guten Konjunkturlage und durch eine sparsame Haushaltsführung konnten Überschüsse erwirtschaftet werden, die vorwiegend zum Abbau von Altschulden gedient haben, so Gebhard. „Die Gesamtverschuldung hat sich von 23,5 Millionen Euro im Jahr 2012 auf 11,9 Millionen Euro halbiert. Die Kreditverbindlichkeiten erhöhen sich zum Vorjahr, da mehr investiert als getilgt wird. Die Gesamtentwicklung ist aber sehr positiv.“

1,9 Millionen Euro für die Infrastruktur

Investieren will die Stadt 2022 etwa in Kanalerneuerungen, die Feuerwehr und die Kläranlage. Nach Vorstellungen des Magistrats sollen etwa 1,9 Millionen Euro in die Infrastruktur investiert werden. Demgegenüber stehen zum Vorjahr verminderte Zuweisungen in Höhe von 271 000 Euro. Für den Differenzbetrag ist eine Kreditaufnahme von 1,7 Millionen Euro geplant. Gleichzeitig werden aber auch etwas mehr als eine Million Euro wieder getilgt, sodass die Gesamtverschuldung um 700 000 Euro steigen dürfte, sofern alle Vorhaben umgesetzt werden. „Im Gegenzug entstehen auch Vermögenswerte und wir beseitigen weiter den über Jahre entstandenen Investitionsstau“, rechtfertigt Gebhard die Ausgaben. Insgesamt sei die Finanzsituation Wanfrieds stabil, was auch an den stabilen Gewerbesteuererträgen liege. Dennoch blickt der Bürgermeister mit Sorge in die Zukunft, sagt er, denn die finanzpolitischen Auswirkungen der Pandemie seien noch immer nicht abzuschätzen.

Gebhard bedankt sich bei der Verwaltung und dem Bauhof für ihre Arbeit. Seine Anerkennung gilt ebenso den Ortsvorstehern als Außenstellen der Verwaltung, den Freiwilligen Feuerwehren sowie allen Menschen, die durch ehrenamtliches Engagement zum Gemeinwohl beitragen. (Von Jessica Sippel )

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