Haushalt Wanfried: Hessenkasse hilft und hindert

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Zwar knapp, aber in schwarzen Zahlen: Zum fünften Mal in Folge kann die Stadt Wanfried einen ausgeglichenen Haushalt vorlegen. 

Wanfried. Die Stadt Wanfried hat den fünften positiven Haushalt in Folge eingebracht. Bürgermeister Wilhelm Gebhard stellte das Zahlenwerk gestern Abend während der Stadtverordnetenversammlung der Öffentlichkeit vor.

Auf dem Papier schlägt ein Plus von 181 000 Euro zu Buche. Unter dem Strich bleibt ein Zahlungsmittelüberschuss von lediglich 2150 Euro. Rückstellungen für die Hessenkasse führen in erster Linie zu dieser Diskrepanz.

Haushalt 2019

Das Volumen des Haushalts hat sich im Vergleich zum Vorjahr leicht erhöht. Einnahmen von 7,891 Millionen Euro stehen Ausgaben von 7,710 Millionen Euro entgegen. „Wir haben Sicherheiten eingeplant und konservativ gerechnet, große, unvorhergesehene Kosten dürfen aber nicht eintreten“, sagt Bürgermeister Wilhelm Gebhard. Für die Hessenkasse sind 103 000 Euro veranschlagt.

Investitionen

Etwa die Hälfte der 850 000 Euro an Investitionen fließt in das Kanalsystem der Stadt. Bis 2025 müssen die Hauptkanäle für Schmutz- und Mischwasser laut Eigenkontrollverordnung untersucht werden, bis 2030 sind die Regenwasserkanäle an der Reihe. 420 000 Euro sind hier 2019 veranschlagt. Neben den Kosten für die Kanäle ist der Umbau des Feuerwehrgerätehauses in Aue mit 100 000 Euro am kostenintensivsten.

Schulden

Die Kassenkredite, quasi das Girokonto der Stadt, sind ausgeglichen. Rund acht Millionen Euro hat die Stadt durch Tilgung und mithilfe der Hessenkasse des Landes abgebaut. Bleiben die langfristigen Schulden. Hier steht das Defizit bei 10,9 Millionen Euro. 2014 war mit 14,7 Millionen Euro der Höchststand erreicht. Insgesamt hat die Stadt Wanfried in den vergangenen vier Jahren rund zwölf Millionen Euro Schulden abgebaut.

Steuern

Für die Gewerbesteuer hat Kämmerer Mario Hunstock 685 000 Euro angesetzt. Die Gewerbesteuereinnahmen sind allerdings rückläufig. Von über einer Million Euro 2017 sind es in diesem Jahr wahrscheinlich nur noch 720 000 Euro. Für die Grundsteuer B sind 739 000 Euro angesetzt, die Grundsteuer A schlägt 2019 mit 84 000 Euro zu Buche. 43 500 Euro entstammen der Hundesteuer.

Arbeitsplätze

1371 sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer wohnen nach Angaben der Agentur für Arbeit in Wanfried. 2014 waren es noch 1274. In Wanfried selbst gibt es 751 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze. Seit 2014 ist das eine Steigerung um 74.

Einwohnerzahlen

Nach Angaben des Statistischen Landesamtes ist die Zahl der Einwohner zum vierten Mal in Folge gestiegen. 4177 Menschen wohnen in Wanfried und den vier Stadtteilen. Das ist ein Plus von 46 in den vergangenen drei Jahren. Der Tiefststand lag bei 4131 Menschen. Mit 463 Einwohnern hat Heldra Aue als größten Stadtteil inzwischen abgelöst. Auf den Plätzen folgen Altenburschla und Völkershausen (257 Einwohner). (ts)

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