Platz zum Bauen

Wanfrieder Stadtparlament beschließt Planung von Neubau- und Gewerbegebiet

In einem Neubaugebiet steht ein Haus im Rohbau. Richtfest wurde gefeiert, noch sind keine Ziegel zu sehen Foto:panthermedia.net / Andreas Schulze
+
In Wanfried soll Platz für 20 neue Häuser entstehen

Die Stadtverordnetenversammlung von Wanfried hat entschieden, zwei Baugebiete und ein Gewerbegebiet zu entwickeln. Die Abgeordneten sprachen sich am Dienstagabend einstimmig dafür aus,

„Im Boden“ und „Im Lerchensgrund“ sollen zwanzig Bauplätze bereitgestellt werden und am Illingsberg ein zehn Hektar großes Gewerbegebiet geplant werden. Für alle Vorhaben bestehe Bedarf, sagte Bürgermeister Wilhelm Gebhard während der Sitzung. Anwohner der drei Gebiete befürchten allerdings Nachteile.

Neubaugebiete

Speziell in den vergangenen drei Jahren sei die Nachfrage nach Baugrundstücken in der Kernstadt von Wanfried stark angestiegen. 80 Prozent der Anfragen richteten sich auf Wanfried selbst aus. Hier gibt es zurzeit aber kein neues Baugrundstück zu erwerben. Deswegen hat die Stadt zwei Gebiete ins Auge gefasst, die den Bewerbern auf der Bauinteressentenliste angeboten werden sollen.

Sowohl Im Boden als auch Im Lerchensgrund bemängeln Anwohner, die in den vergangenen Jahren dort gebaut haben, dass sie ihren unverbauten Blick in Stadtrandlage verlieren werden. „Dafür gab es aber nie eine Garantie“, sagte Bürgermeister Wilhelm Gebhard bei der Vorstellung der Baugebiete. Jeder, der dort gebaut habe, habe von Anfang an gewusst, dass es dort eine Erweiterung des Baugebiets geben könnte. Im Boden soll – obwohl das Baugebiet mehr Platz zur Verfügung hätte – nur eine weitere Häuserreihe dazukommen. Wer hier ein Grundstück kauft, muss auch bauen, haben die Stadtverordneten am Dienstag einstimmig beschlossen. Damit soll vorgebeugt werden, dass sich Anwohner den unverbaubaren Blick sichern wollen.

Mit der Zustimmung von Dienstagabend gab die Stadtverordnetenversammlung der Verwaltung die Erlaubnis, die Planungen in Angriff nehmen zu können. Das müsse jetzt „schnell, aber planerisch umsichtig“ geschehen, sagte Henning Wehr (CDU). Die SPD-Fraktion bewertete die Überlegungen für neue Bauplätze positiv, gab aber zu bedenken, sich gegen Beschwerden über Lärm durch die B 250, den Festplatz oder das Schützenhaus abzusichern.

Gewerbegebiet

Weil nur noch ein Grundstück von 1600 Quadratmetern im Gewerbegebiet An der Werraaue zur Verfügung steht, soll auch hier neu ausgewiesen werden. „Wir brauchen neue Flächen, um durch Unternehmensansiedelungen Steuereinnahmen zu generieren“, sagte Stadtrat Harald Wagner.

„Wir brauchen neue Flächen, um durch Unternehmensansiedelungen Steuereinnahmen zu generieren“

Harald Wagner Stadtrat

Die zehn Hektar zwischen der Feuerwache und der Bundesstraße 249 sind bereits seit einigen Jahren Gewerbeerwartungsland. Für den Emissionsschutz soll ein 60 Meter breiter Schutzstreifen zur Bebauung angelegt werden. Anwohner forderten eine Bürgerversammlung zur Information. Verwaltungsleiter Christoph Hoffmann sagte zu, die Öffentlichkeit rechtzeitig zu informieren. Foto: cdu wanfried

Stadtrat Harald Wagner

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare