Einwohner werden um 40 000 Euro pro Jahr entlastet

Wanfried senkt als erste Schutzschirm-Kommune die Steuern

Wanfried. Die Stadt Wanfried ist die erste Schutzschirmkommune im Werra-Meißner-Kreis, die ihre Steuern senkt.

Die Stadtverordnetenversammlung hat am Donnerstagabend rückwirkend zum 1. Januar beschlossen, die Grundsteuern A und B um 40 Prozentpunkte und die Gewerbesteuer um zehn Prozentpunkte zu reduzieren. Zum Jahr 2015 hatte die Stadt Wanfried die Grundsteuern A und B sowie die Gewerbesteuer stark erhöht.

Die Gewerbesteuer wurde damals von 400 auf 450 Prozentpunkte aufgestockt. Die Grundsteuer A (Wald- und Forstbesitzer) erhöhte sich von 410 auf 770 Punkte, die Grundsteuer B (Eigentümer von bewohnten Grundstücken) von 400 auf 770 Punkte. „Mit der aktuellen Steuersenkung machen wir die Steuererhöhung von vor drei Jahren natürlich nicht rückgängig“, sagt Wanfrieds Bürgermeister Wilhelm Gebhard. Man sei sich bei den Verhandlungen über die Erhöhung aber einig gewesen, die Steuerlast zu mindern, sobald das möglich wäre.

Nach dem Haushaltsplan für 2018, der am Donnerstagabend eingebracht wurde, ist das jetzt der Fall. Der Ergebnishaushalt schließt mit einem Plus von rund 100 000 Euro – die Steuersenkung ist hierbei schon einberechnet. Die Stadt Wanfried legt damit zum vierten Mal in Folge einen ausgeglichenen Haushalt vor. Sobald das Haushaltsjahr 2017 abgeschlossen und geprüft ist, wird Wanfried voraussichtlich noch in diesem Jahr aus dem Schutzschirm entlassen. Gleichzeitig hat sich die Verwaltung um den Schuldenabbau gekümmert. Die Kassenkredite wurden von 8,6 Millionen auf drei Millionen gesenkt. Die langfristigen Schulden haben sich um 3,2 Millionen reduziert.

Vor Wanfried hatte noch die Stadtverordnetenversammlung von Eschwege eine Steuersenkung beschlossen. Die Kreisstadt, die nicht unter dem Schutzschirm steht, hatte zu Jahresbeginn die Grundsteuer B um 30 Punkte gesenkt.

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