Wanfried: Stadt kauft der Kirche das Kita-Gebäude ab

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Soll im Sommer wieder bezogen werden: Die Regelgruppen der Wanfrieder Kindertagesstätte am Plessefelsen werden dann sanierte und umgebaute Räume vorfinden. 

Wanfried.  Während der Stadtverordnetenversammlung haben die Mandatsträgerbeschlossen, der evangelischen Kirche das Kindergartengebäude in der Wanfrieder Ringstraße abzukaufen.

Wanfried. Die laufenden Kosten für die Kinderbetreuung in der Stadt Wanfried werden im kommenden Jahr bei 775.000 Euro liegen. Darüber hinaus kostet die Stadt die Beseitigung des Wasserschadens fast 200.000 Euro.

Kita-Haushalt

Der Haushalt der drei Kindertagesstätten in Wanfried, Altenburschla und Heldra ist im Vergleich zum Vorjahr um fast 160.000 Euro gestiegen. Als Grund nannte Bürgermeister Wilhelm Gebhard die Tarifsteigerung für den Personallohn, die Eröffnung einer vierten Regelgruppe im vergangenen Sommer und die Kosten für die Auslagerung von vier Gruppen zur Elisabeth-Selbert-Schule. Seit fast einem Jahr sind dort die Drei- bis Sechsjährigen des Kindergartens wegen eines Wasserschadens untergebracht.

Kita-Umbau

Mittlerweile sind die Ursache und die Behebung des Wasserschadens ausfindig gemacht. Aufsteigende Feuchtigkeit führte zu Schimmelbildung. Jetzt wird der Estrich im linken Gebäudeteil entfernt und eine horizontale Dämmsperre eingebaut. Zusätzlich werden alle geforderten Brandschutzauflagen erfüllt. Gleichzeitig wird die Turnhalle der Kita zu einem weiteren Betreuungsraum umgebaut. 

Hier zieht die vierte, altersübergreifende Gruppe übergangsweise ein. Übergangsweise, weil der langfristige Plan ist, die Drei- bis Sechsjährigen in die jetzige Grundschule zu verlegen, wenn die voraussichtlich im Jahr 2021 auf einem Schulcampus mit der Elisabeth-Selbert-Schule zusammengelegt wird. Hierzu fasste die Stadtverordnetenversammlung am Donnerstag einen Grundsatzbeschluss.

Bis zum 31. Juli sollen die Bauarbeiten in der Kita an der Ringstraße abgeschlossen sein. Dann beginnen an der ESS die Umbauarbeiten zum Schulcampus.

Kita-Kauf

Wenn der Umzug mit den Drei- bis Sechsjährigen in die Grundschule vollzogen ist, wird die Tagesstätte an der Ringstraße eine reine Einrichtung für Krippenkinder. Ab 2019 schon soll eine weitere Gruppe dazukommen, die übergangsweise in der Kita in Heldra untergebracht wird. Langfristig sei es sinnvoll, das Gebäude zu kaufen, sagte Gebhard. Das sei schon lange Plan, weil die Stadt ohnehin etwa 90 Prozent sämtlicher Gebäudekosten trage. 

Erst jetzt haben sich Stadt und die Kirche als Eigentümerin auf einen Kaufpreis einigen können. Der liegt bei 200.000 Euro plus zehn Prozent Nebenkosten. Die Kirche als Trägerin der Einrichtung wird weiterhin zehn Prozent der Kosten begleichen, bis 50.000 Euro abgetragen sind. „Wir haben bislang in ein fremdes Gebäude investiert, das muss aufhören“, sagte Thomas Bachmann (CDU). Jetzt könne man effizienter arbeiten. Die Erziehung von Kindern müsse der Stadt etwas wert sein, wiederholte Benjamin Franke (SPD) die Haltung seiner Fraktion.

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