Ohne Förderung nicht machbar

Wanfried stellt Antrag auf Subventionen zum Umbau der Grundschule

So könnte es aussehen: Luther Bauplanung hat im Auftrag der Stadt Wanfried ein erstes Konzept zum Umbau der Wanfrieder Grundschule in ein Kinderhaus entworfen. Auf knapp 4,4 Millionen Euro beläuft sich die erste Schätzung.
+
So könnte es aussehen: Luther Bauplanung hat im Auftrag der Stadt Wanfried ein erstes Konzept zum Umbau der Wanfrieder Grundschule in ein Kinderhaus entworfen. Auf knapp 4,4 Millionen Euro beläuft sich die erste Schätzung.

Die Stadt Wanfried will die Grundschule in ein sogenanntes Kinderhaus umbauen - schlicht ein Kindergarten. Kalkuliert sind die Kosten bislang mit 4,4, Millionen Euro.

Wanfried – Eine erste Kostenschätzung des Umbaus der Wanfrieder Grundschule zur Kindertagesstätte beläuft sich auf rund 4,4 Millionen Euro. „Das ist für die Stadt Wanfried nicht finanzierbar“, sagte Bürgermeister Wilhelm Gebhard am Mittwochabend, während er der Stadtverordnetenversammlung die Pläne vorstellte. Deswegen müsse sich die Stadt aktiv um Fördermöglichkeiten bemühen. Den Auftrag dazu erteilte das Stadtparlament einstimmig. Der Magistrat bewirbt sich heute für das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“. Bis zu 90 Prozent Förderung könnten winken.

Die Ausgangslage

Die Wanfrieder Kitas sind voll. Sowohl die Einrichtung in Wanfried mit 106 Kindern, als auch die Kindergärten in Heldra (32 Kinder) und Altenburschla (21 Kinder) sind nach Angaben der Stadt komplett ausgelastet. Provisorisch wurden für eine Übergangszeit in den Kitas in Wanfried und Heldra zusätzliche Gruppen eröffnet. „Die Fachaufsicht hält das aber nicht für eine dauerhafte Lösung“, sagt Gebhard. Die Stadtverordnetenversammlung hatte 2018 beschlossen, dass das Neubaugebäude der Gerhart-Hauptmann-Schule in das Zukunftskonzept der Kinderbetreuung integriert wird. Die Grundschule wird mit der Anne-Frank-Schule Wanfried einen gemeinsamen Schulcampus gründen. 2022 soll es nach Planungen des Kreises so weit sein.

Die ersten Planungen

Das neue Kinderhaus in der dann ehemaligen Grundschule soll die Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren beherbergen. In sechs Gruppen würden rund 150 Kinder auf die Schulzeit vorbereitet werden. Dazu stehen auf vier Etagen Räume mit einer Kapazität von 1275 Quadratmetern zur Verfügung. Jeder Gruppenraum wäre 70 Quadratmeter groß. Dazu gibt es sechs Waschräume und fünf Räume zur intensiven pädagogischen Nutzung. In der Küche wird das angelieferte Essen für die Kinder verteilt.

Das Förderprogramm

600 Millionen Euro stehen in dem Bundesprogramm zur Verfügung. „Mit einem überdurchschnittlichen hohen Fördervolumen soll eine umfassende Problembehandlung möglich sein“, schreibt das Bundesinnenministerium. Zu 45 Prozent wird das Projekt bei Bewilligung auf jeden Fall gefördert. 90 Prozent würde der Bund übernehmen, wenn die Kommunalaufsicht eine Haushaltsnotlage bestätigt. „Das sehe ich bei uns gegeben“, sagt Gebhard. Der Förderantrag muss bis zum heutigen Freitag beim Bundesinnenministerium eingegangen sein. Deswegen wurde die Stadtverordnetenversammlung kurzfristig um zwei Tage nach vorne verlegt.

Entscheidung über Kita

Ob sich die Stadt Wanfried grundsätzlich dafür entscheidet, die Grundschule in ein Kinderhaus umzubauen, ist indes noch überhaupt nicht getroffen.

Darüber wird in der nächsten Sitzung am 11. Dezember abgestimmt. „Sollte sich die Stadtverordnetenversammlung dagegen entscheiden, wird der Förderantrag zurückgenommen“, sagt Gebhard.

Von Tobias Stück

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare