Sechs-Punkte-Plan erarbeitet

Stadtteil-Wehren bleiben: Wanfried stellt Konzept für Zukunft der Abteilungen vor

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Stehen hinter dem Zukunftskonzept: die Wanfrieder Wehrführer und die Verwaltung.

Die Stadt Wanfried hat Probleme bei der Aufrechterhaltung eines rechtmäßigen Brandschutzes.

Deswegen hat die Verwaltung einen Sechs-Punkte-Plan erarbeitet, um die Feuerwehren für die Zukunft aufzustellen.

Probleme

Insbesondere die Stadtteilfeuerwehren haben nicht ausreichend Nachwuchs und nur wenige Einwohnerinnen und Einwohner arbeiten am Wohnort, sodass die Alarmbereitschaft tagsüber nicht gegeben ist. Speziell bei den Feuerwehren in Heldra und Altenburschla besteht aktuell dringender Handlungsbedarf im Bereich der Mannschaftsstärke und der Tagesalarmbereitschaft. Darüber hinaus ist die Tagesalarmbereitschaft in allen Wehren nicht ausreichend.

Lösungsversuche

Versuche der Wehrführer und der Ortsvorsteher, neue Kräfte anzuwerben, blieben weitestgehend erfolglos. Auch ein in drei Stadtteilen an alle Haushalte verteiltes Schreiben zeigte nicht den gewünschten Erfolg.

Zukunftskonzept

Verwaltungsleiter Christoph Hoffmann hat daher eine konzeptionelle Aufarbeitung durchgeführt und ein entsprechendes Zukunftskonzept verfasst.

. Vorerst soll keine Stadtteilfeuerwehr geschlossen werden.

.Die für die Stadtteile Aue und Völkershausen geplanten baulichen Veränderungen sollen erledigt werden.

. Der Magistrat soll konzeptionelle Änderungen für die Feuerwehrhäuser Altenburschla und Heldra prüfen, damit zukünftig die rechtlichen Voraussetzungen erfüllt werden. Dabei ist auch die Möglichkeit einer Bereichsfeuerwehr zu untersuchen. Die Prüfung soll insbesondere unter den Gesichtspunkten der größtmöglichen Akzeptanz und Wirtschaftlichkeit erfolgen.

. Der Magistrat soll konzeptionelle Veränderungen insbesondere unter Würdigung des ehrenamtlichen Engagements der Feuerwehrmänner und Feuerwehrfrauen, des zeitlichen Aufwands für Aus- und Fortbildung, zur Steigerung der Attraktivität für Lehrgangsbesuche und zur Teilnahme am Feuerwehrdienst im Allgemeinen herbeiführen.

.  Der Magistrat soll geeignete Öffentlichkeitsmaßnahmen durchführen, um Einsatzkräfte anzuwerben.

. Die Stadt Wanfried wird als letztes Mittel auch von Verpflichtungen von Einwohnerinnen und Einwohnern nach den einschlägigen rechtlichen Grundlagen Gebrauch machen. Der Magistrat soll dazu eine entsprechende Satzung vorbereiten.

Erste Reaktion

Der Wehrführerausschuss und der Haupt-, Finanz- und Umweltausschuss haben dem Konzept bereits zugestimmt. „Der Wehrführerausschuss sieht in dem Konzept die richtige Antwort auf die derzeitige Situation in den Feuerwehren und begrüßt das Handeln der Stadt Wanfried”, teilt Stadtbrandinspektor Benedikt Beckmann mit.

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