1500 Masken an Stadt und DRK

Wanfrieder Supermarkt stattet Ehrenamtliche mit Mund-Nasen-Schutz aus

+
Spendenübergabe mit Sicherheitsabstand: Martina Gärtner (links) und Winfried Gärtner (Vierter von links) übergeben 1500 Masken an (von links) Bürgermeister Wilhelm Gebhard, Kerstin Fabian, Lara-Sophie Schmidt, Thomas Wuth, Simone Leis und Matthias Gebhardt (alle DRK).

Marktleiter Winfried Gärtner hatte einen guten Riecher, als er Mitte März mehrere Tausend der Gesichtsmasken bestellte. Jetzt, kurz bevor die Maskenpflicht in Hessen greift, ist die Ware angekommen.

Gärtner verkauft die Einmalmasken in Fünfer- und Fünfzigerpacks in seinem Edeka-Markt in Wanfried. Einen Teil spendet er aber auch der Allgemeinheit.

Deutsches Rotes Kreuz und Stadt profitieren 

Profitieren werden vor allem das Deutsche Rote Kreuz (DRK) und die Stadt Wanfried. Dem Wanfrieder DRK wurden 1000 Stück zur Verfügung gestellt, die Stadt bekommt 500 Masken. Sie wolle sie in erster Linie an die Mitarbeiter von Bauhof und Feuerwehr verteilen, wie Bürgermeister Wilhelm Gebhard berichtet. Auch in der Stadtverwaltung sollen die Masken ausliegen, falls Besucher ihre Termine wahrnehmen und keine eigene Maske dabei haben.

Diakonie und Kindertagesstätten

Das DRK verteilt den Schutz an seine ehrenamtlichen Mitarbeiter und Angestellten in der ambulanten Pflege. Außerdem reichen sie die Gesichtsmasken an die Diakonie und Kindertagesstätten weiter. „Mit so einer Spende kommen wir ein gutes Stück weiter“, dankte der Geschäftsführer des DRK-Kreisverbands Eschwege, Thomas Wuth, den Spendern Martina und Winfried Gärtner.

Aufklärungsarbeit betreiben

Ab Montag gilt die Maskenpflicht beim Einkaufen und im öffentlichen Nahverkehr. Damit alle Kunden auf die Regelung vorbereitet sind, haben die Gärtners („Das Tragen von Masken ergibt zusammen mit den anderen Hygienemaßnahmen einen guten Schutz“) das DRK vor dem Supermarkt postiert, um Aufklärungsarbeit zu betreiben.

Der richtige Sitz ist entscheidend

Rettungsassistentin Simone Leis und Lara-Sophie Schmidt vom DRK beraten die Einkäufer und klären die gängigen Missverständnisse rund um das Tragen von Schutzmasken auf:

Die häufigsten Fehler

Die Masken schließen nicht bündig ab. „Das passiert besonders bei den selbst genähten Masken“, sagt Lara-Sophie Schmidt. Über der Nase fehlt hier oft ein Draht. Außerdem würden sie zu locker getragen werden. Der richtige Sitz sei aber entscheidend, um sich und andere zu schützen. Viele Nutzer zögen die Masken außerdem falsch herum an oder bedeckten ihre Nase nicht. Anfassen sollte man die Maske während des Tragens nicht. 

Die Akzeptanz

Die Menschen seien dankbar über die Aufklärung, berichten die Ehrenamtlichen. Schon am Freitag seien in Wanfried viele Menschen mit Mund-Nase-Schutz zum Einkaufen gekommen. 

Die Totalverweigerer

Die erleben auch die Mitarbeiterinnen des DRK – sie seien aber die Ausnahme. „Das sind dann meistens Verschwörungstheoretiker oder Besserwisser, die meinen, die Maskenpflicht käme eh viel zu spät“, sagt Simone Leis. Es gäbe kein „zu spät“ antwortet Simone Leis dann. „Das Schlimmste wäre jetzt, nichts zu tun.“ 

Wiederverwertbarkeit

Gerade die selbst genähten Masken sind dazu ausgelegt, mehrfach verwendet zu werden. Jeden Tag sollten sie gewechselt werden. „Man muss sie dann allerdings thermisch desinfizieren“, sagt Leis. Ausreichend sei, die getragenen Masken für etwa drei Minuten in kochendes Wasser zu legen. Anschließend könne man sie heiß bügeln. Wenn der Stoff es mitmache, könne man die Masken auch in den Backofen legen. „Bei über 90 Grad werden sie desinfiziert.“ Legt man den Stoffschutz in die Mikrowelle, solle man darauf achten, dass kein Metall wie Draht enthalten ist.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare