Wanfried: Säule im Paradiesgarten hält die Erinnerung wach

Wanfried – Im sogenannten Paradiesgarten auf dem Wanfrieder Friedhof ist jetzt auch das namentliche Gedenken der Verstorbenen möglich.

Dafür wurde eine Sandstein-Stele aufgebaut. Sie soll die Erinnerung an die Toten aufrecht erhalten. Die Urnen der Verstorbenen werden in dem Paradiesgarten seit rund eineinhalb Jahren unter den Bäumen beigesetzt. 

Die Erinnerungstafeln aus Bronze werden jetzt an der Stele in der Mitte des Grabfeldes angebracht. „Die Stele wurde kostengünstig vom Steinmetzbetrieb Scholz aus Netra erworben, aufgearbeitet und gestaltet“, berichtet Wilhelm Gebhard aus dem Friedhofsausschuss. Das Baugeschäft Oliver Franke hatte die entsprechenden Fundamentarbeiten erledigt.

Neue Wasserstelle und Bänke

In diesen Wochen werden an der unteren Begrenzung des Paradiesgärtchens weitere Bäume gepflanzt. Eine neue Wasserstelle wird errichtet. Ebenso sollen Bänke zum Verweilen und Erinnern einladen. Eine pflegefreie und naturnahe Bestattung auf diesem Feld soll nach Angaben des Friedhofsausschusses – wie bei den pflegefreien Rasengräbern auch – 950 Euro kosten.

Mit der Erweiterung des Friedhofs um dieses pflegefreie und naturnahe Bestattungsangebot hofft der Friedhofsausschuss, die Solidargemeinschaft der Nutzer zu stärken und den Friedhof als gut erreichbaren und gut ausgebauten Ort kollektiver Trauer attraktiv zu halten. 

Der Paradiesgarten wurde auch errichtet, um den Menschen in Wanfried eine Alternative der naturnahen Bestattung zu ermöglichen. In der Diskussion um einen Ruheforst im vergangenen Jahr, hatte sich der Friedhofsausschuss in einer Stellungnahme grundsätzlich gegen Waldfriedhöfe ausgesprochen.

Sowohl die SPD-Fraktion in der Wanfrieder Stadtverordnetenversammlung als auch der parteilose Bürgermeisterkandidat Matthias Philipp haben indes der Unternehmerin Urte Bötel nach dem Ortstermin in Altenburschla am vergangenen Samstag ihre Unterstützung bei der Umsetzung des Waldfriedhofes zugesagt. 

Sie befürworten die Unterschriftenaktion, die von der Ideengeberin jetzt in Wanfried gestartet wurde. „Für die Stadt Wanfried ergäbe sich durch die Verwirklichung des Waldfriedhofs eine attraktive Alternative bezüglich der letzten Ruhestätte“, sagt SPD-Fraktionsvorsitzender Benjamin Franke.  

Rubriklistenbild: © Christoph Braun/nh

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