Freiwillige Feuerwehr Aue

Neue Betreuerinnen übernehmen die Kinderfeuerwehr in Aue

Brandschutz lernen von klein auf: Die Kinderfeuerwehr Aue wagt nach einem coronabedingten Einschnitt einen Neustart mit zwei neuen Betreuerinnen. Theresa Germerodt (hinten links) und Kristina Koschalka bringen das Feuerwehrleben nun unter anderem Luca (von links), Hanna, Ben, Ida, Hannes und Rebecca nahe.
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Brandschutz lernen von klein auf: Die Kinderfeuerwehr Aue wagt nach einem coronabedingten Einschnitt einen Neustart mit zwei neuen Betreuerinnen. Theresa Germerodt (hinten links) und Kristina Koschalka bringen das Feuerwehrleben nun unter anderem Luca (von links), Hanna, Ben, Ida, Hannes und Rebecca nahe.

Die Kinderfeuerwehr in Aue wagt nach einem Coronaeinschnitt einen Neustart mit zwei neuen Betreuerinnen. Sie wollen den Kindern viel für ihr Hobby und das Leben mitgeben.

Aue – Welche Hose trage ich bei glühender Hitze? Wann brauche ich ein Atemschutzgerät? Wie ist das Feuerwehrauto aufgebaut? Das alles und noch viel mehr lernen Kinder bei der Kinderfeuerwehr, die im Wanfrieder Ortsteil Aue nun unter einer neuen Führung einen Neustart nach Corona wagen will.

Die beiden Feuerwehrfrauen Kristina Koschalka und Theresa Germerodt haben diese Aufgabe nun übernommen und konnten bereits einige Neuanmeldungen verzeichnen. Sechs Kinder sind mittlerweile offiziell angemeldet, fünf weitere schnuppern noch in das Feuerwehrleben hinein. Überwiegend Mädchen sind mit dabei.

Dreimal hat sich die Truppe bereits getroffen. „Wir bereiten immer möglichst viel Interessantes vor, um die Kinder gut abzuholen, damit sie auch gerne bei uns bleiben wollen“, erklärt Kristina Koschalka. Beim ersten Treffen zum Beispiel durften die Kinder üben, wie sie einen richtigen Notruf absetzen. „Wir haben das vorher mit der Leitstelle geklärt und ein Kind durfte dann wirklich einmal die 112 wählen“, erklärt Hauptfeuerwehrfrau Kristina Koschalka.

Beim Treffen in dieser Woche ging es um die Arbeitskleidung der Feuerwehrfrauen und Männer: Wann trägt man die Hitzeschutzhose, wann die Wathose oder die Schnittschutzhose?

Dadurch lernten die Kinder spielerisch, welche Aufgabenbereiche die Feuerwehr alle abdecken muss – neben der reinen Brandbekämpfung zum Beispiel auch Hochwasserschutz und Hilfeleistungen bei Unfällen jeglicher Art. Und die Kinder dürfen selbst die Schutzhelme, Handschuhe und Jacken anfassen, ihr Gewicht spüren und die Sachen anprobieren. „Neben dem Lernaspekt wollen wir vor allem, dass die Kinder Spaß und viel Freude bei uns haben“, sagt Kristina Koschalka.

Die hauptberufliche Elektrotechnikmeisterin lebt mit ihrem Mann und Wehrführer Kevin seit 2016 in Aue. Immer mittendrin dabei ist auch ihr Sohn Ben, der zwar eigentlich noch zu jung für die Kinderfeuerwehr ist, seine Begeisterung für die Feuerwehr ist aber einfach nicht zu bremsen.

Ursprünglich stammt die 29-Jährige aus Sontra-Heyerode, wo sie auch schon in der Freiwilligen Feuerwehr die Bambinis unterstützt hat. Somit bringt sie bereits Erfahrung in der Arbeit mit Kindern mit.

So ist es auch bei ihrer Teamkollegin Theresa Germerodt. Als angehende Erzieherin kann sich die 23-Jährige sehr für die Betreuung der Kinderfeuerwehr begeistern und bringt ebenfalls schon viel Erfahrung im Umgang mit Kindern mit.

In der Freiwilligen Feuerwehr ist sie selbst aber noch ganz frisch als Aktive dabei. Erst Anfang dieses Jahres ist sie eingestiegen. Ganz fremd ist ihr die Materie aber trotzdem nicht: „Durch meine Eltern, die beide in der Feuerwehr waren, und meinen Freund, der in der Feuerwehr ist, habe ich schon immer viel mit der Freiwilligen Feuerwehr zu tun gehabt“, sagt sie.

Den Kindern wollen die beiden jungen Frauen vieles mit auf den Weg geben. Neben dem ersten Wissen über Feuerwehrthemen wollen sie die Kinder hinsichtlich Kameradschaft, Teamarbeit und Hilfsbereitschaft fördern. „Sie sollen auch für das Leben außerhalb der Feuerwehr etwas bei uns mitnehmen“, verdeutlicht Theresa Germerodt.

Die Freiwillige Feuerwehr Aue hofft, dass sie nun nach und nach noch mehr Mädchen und Jungen für die Kinderfeuerwehr begeistern kann.

Von Jessica Sippel

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