Weihnachtsandacht auf dem Heldrastein: Zeit zur inneren Einkehr

+
Empfingen die Gäste der Weihnachtsandacht auf dem Heldrastein musikalisch: die Original Heldrastein Musikanten.

Heldrastein. Hunderte Gäste waren am Heiligabend wieder auf den Heldrastein heraufgekommen, um hier oben traditionell die Weihnachtsandacht zu erleben.

Drei Busse hatten die Menschen in den Gemeinden am Fuße des Königs des Werratals in Ost und West abgeholt, andere kamen mit Kutschen, zu Pferd oder viele auch zu Fuß.

Empfangen wurden die Besucher von weihnachtlichen Klängen der Original Heldrastein Musikanten und den Mitgliedern der IG Heldrastein, die Glühwein, Würstchen und andere Getränke bereithielten. Das wichtigste aber war für viele die traditionelle Andacht auf dem Gipfel, von wo aus der Blick ins herrliche Werratal sogar von ein wenig Sonnenschein begleitet war.

Schon 15 Jahre lang stimmt Diplomtheologe Matthias Oßwald die Menschen an Heiligabend auf dem Heldrastein auf die besinnliche Zeit ein: „In der heiligen Nacht wird alles still über dem Werratal.“ Oßwald erinnerte daran, das die Weihnachtszeit eine Zeit der Rückbesinnung sei. „Wann überhaupt ist eine bessere Zeit zur inneren Einkehr als zur Weihnachtszeit. So wie das Kind zur Weihnacht, kommt die Wahrheit jetzt klein und verletzlich auf uns zu“, sagte er in seiner Predigt. Mit der Erinnerung an den Großvater, der schon lange nicht mehr lebt, traf Matthias Oßwald in seiner kurzen Andacht wohl die Gedanken vieler Zuhörer, die danach noch fleißig die Spendenboxen füllten, deren Erlös dem ehrenamtlichen Engagement der Feuerwehren aus Treffurt und Schnellmannshausen und dem Gut Schönberg, wo gestrandete Jugendliche betreut werden, in diesem Jahr zugutekommen soll.

Von Rüdiger Schwanz

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare