Wiedervereinigung: 1000 Menschen auf dem Heldrastein

+
Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke

HELDRASTEIN. Wenn es noch eines Beweises bedurfte, dass zusammengewachsen ist, was zusammengehört, dann war die zentrale Wiedervereinigungsfeier am Sonntag auf dem Heldrastein eine ebenso machtvolle wie aussagekräftige Demonstration. Über 1000 Menschen trafen sich zum ökumenischem Gottesdienst.

Regierungspräsident, amtierende und ehemalige Landräte sowie Bürgermeister und Landtagsabgeordnete waren dem Ruf der Interessengemeinschaft Heldrastein gefolgt, um zusammen mit den Städten und Gemeinden Treffurt, Wanfried, Ringgau und Weißenborn der einzigartigen geschichtlichen Entwicklung von vor 25 und 26 Jahren ihre Reverenz zu erweisen. Daneben gab es Grußbotschaften von Staatsministern und Ministerpräsidenten. Ausgehend vom Fall der Mauer und der Öffnung des Metallgitterzauns beleuchteten die einzelnen Reden den November 1989 und die Zeit danach aus ihrer Sicht, erinnerten die Thüringer besonders noch einmal an Vertreibung und Zwangsaussiedlung, sprachen von höchst kriminellen Machenschaften, die mit der Wende ein Ende gefunden hatten. Von hessischer Seite wurde immer wieder betont, dass nur das Volk der DDR die Wende herbeigeführt hat und dass der Ruf „Wir sind das Volk“ erst viel später in „Wir sind ein Volk“ umgewandelt wurde. Einen breiten Raum nahm die Würdigung der Arbeit der IG Heldrastein ein, wurden Hubert Steube und seine Mitstreiter nicht nur mit Lob überschüttet, sondern die Heldrasteiner genossen auch das Bad in der Menge von Wander- und Naturfreunden. Steube nahm das große Forum auch zum Anlass, die Kehrseite der Medaille der Wiedervereinigung zu beleuchten. Denn ähnlich wie bei anderen Vereinen und Institutionen müssen wenige viel Arbeit leisten, während sich viele zurücklehnen. Die Nationalhymne beendete eine tiefschürfende Wiedervereinigungsfeier.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare