Bürgerschaftspreis: Stadt zeichnet Ehrenamtliche aus, die nicht im Mittelpunkt stehen

Sie wirken im Hintergrund

Zweitplatzierte: Die Gästeführerzunft aus Wanfried wurde ausgezeichnet, weil sie Aushängeschild und Werbeträger der Stadt Wanfried sei. Die Gruppe ist innerhalb von drei Jahren auf 17 Gästeführer angewachsen. Foto: Sagawe

Wanfried. Christiane Schmidt hat den ersten Platz beim Wanfrieder Bürgerschaftspreis belegt. Die ehrenamtliche Mitarbeiterin der Kirchengemeinde setzte sich bei der Verleihung am Sonntag deutlich gegen die Zweit- und Drittplatzierten durch.

Den zweiten Platz belegte die Wanfrieder Gästeführerzunft, Dritter wurde der Musiker Dieter Immig. Anerkennungspreise bekamen Klaus Hempel, Günter Schein und Uwe Roth.

„Die Absicht des Bürgerschaftspreises ist es, die Menschen zu würdigen, die sonst nicht so in der Öffentlichkeit stehen“, sagt Bürgermeister Wilhelm Gebhard. Diese Absicht hat mit Christiane Schmidt ganz genau getroffen. Die Wanfriederin ist seit 1995 im Kirchenvorstand und in der Kreissynode tätig. Sie hat die Partnerschaft von Wanfried und Plouescat mitorganisiert und leitet seit über zehn Jahren einen Handarbeitskreis. Mit Pfarrerin Rosemarie Kremmer leitet sie den Konfirmandenunterricht und ist unermüdlich im diakonischen Einsatz. Sie tat und tut diese Arbeit, ohne jemals ein besonderes Aufhebens davon zu machen, wie Diakon Schäfer sie in seiner Laudatio würdigte. „Man kann sagen, ihr Herz schlägt für die Nächstenliebe.“

Als „Aushängeschild“ und „Werbeträger“ der Stadt Wanfried lobte Laudatorin Jutta Niklass den Gewinner des zweiten Platzes, den Arbeitskreis der Gästeführerzunft. Diese sei immens wichtig für Wanfried, weil sie viele Besucher anlockte, sagte Niklass. Durch sie könne man an einem Tag eine Zeitreise durch viele Epochen unternehmen. Dafür opferten die ehrenamtlichen Gästeführer viel Zeit.

Der dritte Platz ging an den musikalischen Tausendsassa Dieter Immig. Viele kennen ihn nur mit seinem Akkordeon. Mit seinen Kapellen Immig, Fellows, Volksmusik Wanfried oder Raute war er Begleiter aller Wanfrieder Vereine. Er hat die Chöre Bella Musica, die Chorgemeinschaft Wanfried-Völkershausen und die Meinhard-Singers über viele Jahre unterstützt. Seit vielen Jahren ist er Vorstandsmitglied im Männergesangverein Harmonie, wie Elfi Montag während ihrer Rede über Dieter Immig berichtete.

Die Anerkennungspreise wurden Klaus Hempel und Günter Schein sowie Uwe Roth verliehen. Hempel und Schein kümmern sich seit Jahren ganz selbstverständlich um die Instandhaltung der Ruhebänke und Sitzgruppen in Aue und auf den Radwegen zwischen Niederdünzebach und Aue. „Dafür gebührt Ihnen unser dickes Dankeschön“, sagte Aues Ortsvorsteher Klaus Auweiler. Hempel leert darüber hinaus schon seit 15 Jahren ehrenamtlich die Hundekottonnen in Aue. Uwe Roth verkörpert seit 1998 den Wanfrieder schlechthin. Er mimt bei zahlreichen Veranstaltungen den Brombeermann. Zum Schützenfest bekommt er Jahr für Jahr vom Bürgermeister den Schlüssel der Stadt überreicht und übernimmt mit seinen Elfen und Zwergen für zwei Tage die Regentschaft in Wanfried. (ts/sb)

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