Zeit für Sanierung der Kindertagesstätte am Plessefelsen drängt

Eine immer wiederkehrende Baustelle: Am Gebäude der Wanfrieder Kindertagesstätte am Plessefelsen muss ständig nachgebessert werden. Jetzt ist der Altbau (links) aus dem Jahr 1956 durch die eindringende Feuchtigkeit betroffen. Zuvor mussten die Kinder 2004 und 2013 bereits zweimal für Sanierungsarbeiten an dem Anbau (rechts) von 1994 umgesiedelt werden. 2012 wurden die Dachziegel komplett erneuert. Foto: Stück/Archiv

Wanfried. Für die Sanierung der evangelischen Kindertagesstätte am Plessefelsen in der Wanfrieder Ringstraße zeichnet sich eine Lösung zur Sanierung des Gebäudes ab.

Seit März sind mehrere Gruppen des Kindergartens ausgelagert, weil Feuchtigkeit aus dem Boden in das Gebäude eindringt. Inzwischen wurde ein Architekt gefunden, der eine Sanierung umsetzen kann. Das berichtete Bürgermeister Wilhelm Gebhard jetzt aus dem Magistrat.

Zeitdruck

Seit März sind die Regelgruppen der Drei- bis Sechsjährigen im leer stehenden Gebäudeteil C der Elisabeth-Selbert-Schule untergebracht. Zunächst mit drei Gruppen, inzwischen wurde hier sogar eine vierte Gruppe untergebracht. Die Zeit drängt jetzt. Der Werra-Meißner-Kreis möchte die Elisabeth-Selbert-Schule zu einem gemeinsamen Schulcampus mit der Gerhart-Hauptmann-Schule umbauen. Die Arbeiten sollen 2018 beginnen. Angefangen wird in eben jenem Gebäudeteil C. Bis zum 31. Juli muss der Kindergarten das Schulgebäude geräumt haben. „Bis dahin ist hoffentlich der Kindergarten in der Ringstraße saniert“, sagt Pfarrerin Rosemarie Kremmer.

Problem

Die neu eröffnete vierte Regelgruppe hat in dem Schulgebäude Platz, im Kindergarten in der Ringstraße nicht. Sollten die Gruppen zurückziehen, müsste für die vierte Gruppe noch eine Lösung gefunden werden. Pfarrerin Kremmer arbeitet gerade ein Konzept aus, wie das Problem innerhalb des bestehenden Gebäudes gelöst werden könnte. „Eine Auslagerung der vierten Gruppe in die Tagesstätten nach Altenburschla oder Heldra will ich unbedingt vermeiden“, sagt Kremmer. Das wäre Kindern, Eltern und Erziehern nicht zuzumuten.

Weiteres Vorgehen

Am Montag treffen sich alle Beteiligten jetzt, um das weitere Vorgehen vorzustellen. Der Architekt wird sein Konzept präsentieren, wie er den Bau trockenlegen wird. Schon bald darauf muss die Ausschreibung beginnen. „Handwerker sind zurzeit schwer zu bekommen“, sagt Kremmer.

Langfristig müssen sich Kirche als Träger und Stadt als Betreiber weitere Gedanken machen, gab Gebhard jetzt bekannt. Denn nach der Bedarfsplanung der Stadt muss 2019 eine weitere Krippengruppe installiert werden. Angedacht ist, die Regelgruppen in der frei werdenden Grundschule unterzubringen und das Gebäude in der Ringstraße für die Krippenkinder zu nutzen. Das Schulgebäude ist wegen Umbauarbeiten aber frühestens 2021 beziehbar.

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