1200 Jahre Wanfried:  Ausstellung im Heimatmuseum

Zeitreise durch die Postszene

Vor der „Alten Post“ in Wanfried: Zum Besuch der Ausstellung laden (von links) Festausschussvorsitzender Otto Frank, Bürgermeister Wilhelm Gebhard, Stadtführerin und Kauffrau Wörner, Sammler Siegfried Furchert und Organisator Uwe Eberhardt ein. Foto: WR

Wanfried. In das Programm zur 1200-Jahrfeier hat der Festausschuss eine Ausstellung über „Fünf Jahrhunderte Post in Wanfried“ aufgenommen, die Bürgermeister Wilhelm Gebhard bereits am kommenden Samstag (11 Uhr) im Heimatmuseum und Dokumentationszentrum der Stadt in der Marktstraße eröffnet.

Der Eschweger Philatelist Siegfried Furchert hat viele alte Dokumente, Briefe, Postkarten und Geschäftspapiere Wanfrieder Firmen aus dem 17. bis 20. Jahrhundert zusammengetragen. Sein Angebot, diese Schätze während des Stadtjubiläums in einer Ausstellung zu zeigen, nahm der Festausschuss sofort an. Bürgermeister Gebhard: „Eine Ausstellung über fünf Jahrhunderte Post in Wanfried wird unser Programm hervorragend ergänzen, sie ist sogar ein Programm-Höhepunkt.“

Da im Wanfrieder Heimatmuseum genügend Platz ist, hatte Festausschuss-Mitglied Uwe Eberhard die Idee, die Ausstellung nicht nur an dem Fest-Wochenende zu zeigen. Sieben Wochen vor dem Fest wird sie der Öffentlichkeit präsentiert. Die Ausstellung soll auch nach dem Stadtjubiläum noch einige Zeit zu sehen sein.

Im ersten Teil blickt Furchert auf fünf Jahrhunderte Wanfrieder Postgeschichte zurück. Belegt durch Jahreszahlen, Fakten, Fotos und alte Postkarten, die viele Ereignisse der Stadtgeschichte dokumentieren. So die Fahrt der letzten Postkutsche von Wanfried nach Eschwege 1902. Der älteste Beleg in Furcherts Dokumentensammlung (Teil 2) ist ein noch mit der Reiterpost beförderter Schnörkelbrief von 1766 des Casseler Steuer-collegiums an „den Rath zu Wannfried“, in dem Steuerschulden angemahnt werden. Historisch wertvoll ist ein Post-Einlieferungsschein über „ein Paquet mit vier Goldmünzen“ nach Langensalza aus dem Jahr 1788. (red)

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