Zwei fehlten: Enttäuschung beim Völkershäuser Treffen

Feierten trotzdem: Werner Meyer, Vorsitzender Geschichtsverein V-Vacha (von links), Ortsvorsteher Manfred Schneider, Ortsbürgermeister Stefan Schramm und Wanfrieds Bürgermeister Wilhelm Gebhard. Foto: Möller

VÖLKERSHAUSEN. Aus vier mach zwei lautete am Samstag die Formel für die Ausrichter des geplanten Treffens von Vertretern von vier Ortschaften mit dem Namen Völkershausen.

Der Wanfrieder Stadtteil Völkershausen um Ortsvorsteher Manfred Schneider hatte weder Kosten noch Mühen gescheut, um der grenzüberschreitenden Premiere den nötigen Rahmen zu verleihen. Doch er und seine große Helferschar wurden enttäuscht. Die Völkershäuser aus dem Norden Bayerns und dem Süden Thüringens blieben auf der Strecke oder hatten kurzfristig abgesagt.

Hoffen und Bangen

„Ich bin schon ein wenig enttäuscht“, zeigte sich Manfred Schneider wenig begeistert von dem Hoffen und Bangen um die eventuell noch Eintreffenden. Umso mehr freute er sich mit den Völkershäusern aus Vacha. 35 Bewohner aus dem Dorf zum Tor der Rhön hatten den Weg an die Werra gefunden, wo sie zusammen mit den Gastgebern im voll besetzten Dorfgemeinschaftshaus freundschaftliche Bande knüpften. Vor neun Jahren war die Idee des Zusammenbringens der vier Ortschaften geboren, die, so Manfred Schneider und sein Kollege, Ortsbürgermeister Stefan Schramm, weiterverfolgt wird.

Zeichen über Landesgrenzen

Wanfrieds Stadtoberhaupt Wilhelm Gebhard äußerte Lob und Anerkennung für das freundschaftliche Zusammentreffen und wertete es als Zeichen dafür, dass Grenzöffnung und Wiedervereinigung über Landesgrenzen hinweg bestehen. Als zwar klein, aber oho, bezeichnete er den kleinsten Wanfrieder Stadtteil, der aber bei seiner Eingemeindung neben einem großen Areal Wald auch eine gut gefüllte Gemeindekasse mit eingebracht habe.

Stefan Schramm verteilte ehrliche Komplimente, führte aus, dass Völkershausen nicht umsonst das einst schönste Dorf der Bundesrepublik war. Zusammen mit dem Vorsitzenden des Geschichtsvereins, Werner Meyer, sprach er die Hoffnung aus, dass man sich noch näher kennenlernt, wobei die Politik außen vor bleibt.

Ein Dorfrundgang, die Chorgemeinschaft Völkershausen/Wanfried, die Kirmesmusikanten sowie Leckeres aus Backofen, Topf und Pfanne sorgten für eine rundum gelungene Veranstaltung.

Von Dieter Möller

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