40 Jahre Verbandsklärwerk Wehretal-Sontratal - Bernd Schleicher von Beginn an dabei

Abwasser aus 23 Orten

Kontrolle: Der stellvertretende Betriebsleiter Jürgen Siebert überwacht die technischen Anlagen im Klärwerk Reichensachsen. Hier werden die Abwässer aus 23 Gemeinden gereinigt und in die Wehre abgeführt. Foto: Mayer

Reichensachsen. Am 28. Juni 1973 nahm mit der ersten Sitzung der Verbandsversammlung der Abwasserverband Wehretal-Sontratal seine Arbeit auf. Vom ersten Tag an ist Bernd Schleicher Verbandsvorsteher, wofür er am vergangenen Freitag geehrt wurde während einer Feierstunde.

Angefangen hat die Geschichte des bis heute einzigen Abwasserverbandes im Werra-Meißner-Kreis mit den Gemeinden Bischhausen, Oetmannshausen und Hoheneiche. Alsbald kamen Reichen-sachsen, Langenhain und Wichmannshausen hinzu und es folgte die Umbenennung in Wehretal-Sontratal.

Dietrich Müller überreicht Bernd Schleicher die Urkunde. Foto: privat

Die Einweihung des Verbandsklärwerks in Reichen-sachsen, das für 15 000 Einwohner konzipiert war und 4,8 Millionen Mark einschließlich des Grunderwerbs gekostet hat, haben Hessens Umweltminister Karl Schneider und Landrat Eitel O. Höhne vorgenommen. Als Bernd Schleicher das zweite Mal wiedergewählt wurde, gehörten vom Ringgau Datterode, Röhrda, Netra und per Zuweisung auch Vierbach neu zum Verband. Es folgten Grandenborn und Netra und im 25. Jahr wurde mit 2 850 490 Kubikmeter Abwasser die höchste Spitzenbelastung des Klärwerks seit Bestehen registriert. Inzwischen waren sämtliche Verbindungssammler und Regenüberläufe der beigetretenen Kommunen in die Verwaltung des Verbandes übergegangen.

In Schleichers siebter Amtszeit ab April 1997 wurde das für 3,42 Millionen Mark erweiterte und sanierte Klärwerk fertiggestellt, nunmehr mit einer Kapazität von 19 000 Einwohnern. Mit Waldkappel, Harmuthsachsen, Hasselbach, Küchen, Hollstein, Hopfelde, Kirchhosbach, Rittmannshausen und Lüderbach wird der heutige Stand von 23 Gemeinden erreicht, das endgültig geplante Ausbauziel.

Der Abwasserverband beschäftigt acht Mitarbeiter und hat bei der Auflösung des Feldwegeverbands vor zwei Jahren dessen Kanalspülfahrzeug übernommen.

Die Eröffnungsbilanz 2012 weist eine Summe von 8,281 Millionen Euro aus bei einem Eigenkapital von 2,750 Millionen Euro. Insgesamt hat der Verband in vier Jahrzehnten 15,598 Millionen Euro investiert, die ohne die Mitglieder bemühen zu müssen ausschließlich aus dem eigenen Verwaltungshaushalt aufgebracht worden sind.

Nachfolger des langjährigen Betriebsleiters Günter Nölke ist Pascal Jacob.

Gewissermaßen freie Mitarbeiter sind einige Schafe, die die große Außenanlage mähen, so effektiv sind wie das Klärwerk und noch ausgeliehen werden können, um anderenorts ihrer Tätigkeit nachzugehen. Inzwischen

läuft Schleichers neunte Amtszeit.

Von Helmut Mayer

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