Bienefreundliches Werratal - dafür kämpft Arbeitsgruppe 

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Leistet wichtige Bestäubungsarbeit: die Biene, hier zu sehen in einer Mohnblüte. 

Die Arbeitsgruppe "Bienenfreundliches Werratal" engagiert sich für den Schutz der Honig- und Wildbienen und sucht Leute mit Ideen. 

Reichensachsen – Bienen produzieren nicht nur Honig. Als Bestäuber sorgen sie dafür, dass wir zahlreiche Obst- und Gemüsesorten zu uns nehmen können. Jedoch sinkt weltweit die Zahl der kleinen Flieger.

Obwohl das Thema Bienensterben schon seit längerer Zeit in den Medien auftaucht, haben bis jetzt nur relativ wenige Leute davon gehört. Wir sprachen mit Dorothea Henkelmann von der Arbeitsgruppe „Bienenfreundliches Wehretal“ über die Gründe für das Schwinden der Insekten.

Warum sterben so viele Bienen?

Der Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft ist eine von vielen Ursachen für das Bienensterben. Außerdem wird es für die Insekten immer schwieriger, abwechslungsreiches Futter sowie einen geeigneten Lebensraum – gerade in städtischen Gebieten – zu finden.

Welche Folgen hat der Rückgang der Insekten?

Ohne die Bestäubungsarbeit der Bienen müssen wir damit rechnen, dass die Ernte von Obst und Gemüse deutlich geringer ausfällt und die Preise steigen. Ebenfalls wird es ohne die Bestäubung der Bienen kaum Artenvielfalt geben.

Wie können Menschen dem Bienensterben entgegenwirken?

Es gibt viele Möglichkeiten, den Bienen zu helfen. Ich habe zum Beispiel gemeinsam mit meinen Enkelkindern vor einiger Zeit zwei große Insektenhotels in meinem Garten aufgestellt. Zudem achte ich darauf, dass dort ausschließlich heimische Pflanzen wachsen.

Was wollen Sie mit der Aktion „Bienenfreundliches Wehretal“ erreichen?

Wir möchten so viele Menschen wie möglich erreichen und zum Mitmachen animieren. Gerade erstellen wir ein Konzept für eine nachhaltige Mitarbeit verschiedener Institutionen und mehrerer Einzelpersonen aus der Gemeinde Wehretal.  mf

Information: Die Arbeitsgruppe „Bienenfreundliches Wehretal“ sucht weitere Menschen, die sich für den Schutz der Insekten einsetzen wollen und gegebenenfalls eigene Ideen für Projekte zum Erhalt dieser haben. Mitmachen kann jeder. Ansprechpartnerin ist Dorothea Henkelmann.

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