Girlanden in Reichensachsen aufhängen

Auch ohne Wichtelfest: Reichensächser sollen ihr Dorf schmücken

Festzug Wichtelfest Reichensachsen Sonntag
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So wird es am Sonntag nicht sein: Der Festzug am Sonntag fällt wie alle anderen Massenveranstaltungen zum Wichtelfest aus.

Das fünftägige Heimatfest in Reichensachsen muss zum zweiten Mal wegen der Coronapandemie ausfallen. Trotzdem soll geschmückt und ein wenig gefeiert werden.

Reichensachsen – Auch der Aufruf „Vormerken!“auf der Facebookseite des Festausschusses, der den Start des 69. Wichtelfest in Reichensachsen für den morgigen Donnerstag ankündigt, hat nichts genutzt. Über dem bunten Wichtel prangt der schwarze Stempel „Abgesagt.“

Die Tage, die sonst am Donnerstagabend mit dem festlichen Abendprogramm und dem Einzug der Wichtel beginnen, dem sonntäglichen Festumzug und den Tagen und Nächten im Zelt und auf dem Festplatz werden wohl beinahe verstreichen wie jedes andere Wochenende. „Trotzdem bitten wir alle Bürger aus Reichensachsen, ab morgen ihre Häuser und Straßen in der Tradition des Wichtelfestes zu schmücken“, sagt Wehretals Bürgermeister Timo Friedrich. „Ich bin fest davon überzeugt, dass wir 2022 wieder feiern werden.“

Der Festausschuss hatte sich bereits vor einigen Wochen endgültig entschieden, das Heimatfest „schweren Herzens“ erneut abzusagen. Eine Möglichkeit, dass der Geist des Wichtelfestes diesmal nicht ganz in dem Spitzenberg verborgen bleiben muss, sind die Wichtel selbst. Timo Friedrich bemüht sich gerade in Absprache mit der Kleeblattschule in Reichensachsen darum, dass die Kinder in den Wichtelkostümen wenigstens ein „bisschen durchs Dorf flitzen“. Wie es aussieht, wird es gelingen und am Freitag umgesetzt.

Auf dem Parkplatz des Edeka-Supermarktes wollen die Akteure ab 10 Uhr Wichtel in verschiedenen Formen und Größen verkaufen. 

Auch die Initiative „Reichensachsen selber machen“ plant am kommenden Samstag ein kleines Event. Auf dem Parkplatz des Edeka-Supermarktes wollen die Akteure ab 10 Uhr Wichtel in verschiedenen Formen und Größen verkaufen. Damit wolle man, so David Ingrisch, künftig weitere Projekte im Sinne des Dorfes verwirklichen können. „Dazu gehört zum Beispiel ein Spielehäuschen für Kinder sowie Baumelbänke für den Mehrgenerationenplatz“, sagt Ingrisch. Gebaut wurden die Holzwichtel von den Werkstätten von „Aufwind, bemalt hat sie die Reichensächser Familie Hübenthal.

Was die begrenzten Möglichkeiten um eines abgesagtes Heimatfest betrifft, halten sich auch die ortsansässigen Gaststätten und Kneipen zurück. „Ich weiß bisher nicht, ob ich überhaupt was mache“, sagt beispielsweise Harald Diegel vom Gasthaus „Ab und Zu“. „Vielleicht mache ich am Montag für einen Frühshoppen auf“, sagt er. (Stefanie Salzmann)

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